Shofar #104

Pred 3:1.8.14-15 „Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit... eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen, eine Zeit für den Krieg und eine Zeit für den Frieden... Ich weiß, dass alles, was Gott tut, in Ewigkeit geschieht. Nichts kann hinzugefügt und nichts kann davon weggenommen werden. Gott tut es, damit die Menschen Ihn fürchten. Das, was gewesen ist und das, was noch werden soll, ist schon gewesen; und Gott fordert Rechenschaft von dem, was vergangen ist.“

Das Foto ist die Sicht auf das amerikanische Konsulat von meinem Balkon aus auf der anderen Straßenseite, das am 14.Mai die amerikanische Botschaft in Jerusalem werden wird. Dafür haben wir viele Jahre gebetet. Es ist eine Antwort auf Gebet, ein Grund zur Freude. Was wird dies wohl an Aufruhr mit sich bringen – nicht nur nach Jerusalem und Israel, sondern auch in die ganze Welt und auch in meine Nachbarschaft.

Diese Ansicht des amerikanischen Konsulats/Botschaft wird sich verändern, da die Mauern an allen Seiten auf 3m Höhe gebracht und ein für alle amerikanischen Botschaften vorgeschriebener Fluchtweg gebaut werden soll. Vielleicht wundert ihr euch, weshalb so wenig zu sehen ist – der Grund ist, dass fast alle Gebäude unter der Erde liegen.

Obwohl wir nicht wissen, was Präsident Trump in seinem „Friedens Plan“ von Israel verlangen wird, hat er doch Israel und Jerusalem Gutes getan. Er sagte, dass seine Anerkennung von Jerusalem als Israels Hauptstadt lediglich das Offensichtliche bestätigt, doch ist die aggressive Ablehnung genau dieser Realität durch die überwiegende Mehrzahl der Nationen von Bedeutung. Und der Herr wir, wie wir in den Versen aus Prediger sehen, dafür Rechenschaft fordern (Pred 3:15).

Es ist der Herr, der Jerusalem erwählt hat: Der Engel des Herrn sagte zum Satan: Der Herr weise dich in die Schranken, Satan! Ja, der Herr, der Jerusalem auserwählt hat, weise dich in die Schranken! Ist dies nicht ein Holzscheit, das man aus dem Feuer gerissen hat?“ (Sach 3:2). Präsident Trump hat zur Eröffnung der Botschaft als Geburtstagsgeschenk für das Volk Israel den 14. Mai gewählt – und Satan ist wütend.

Wir erleben es nicht oft, dass eine zwölfminütige Rede die Welt verändert, doch ich glaube, dass das kurze Statement von US Präsident Trump zu Jerusalem die Welt verändert und erschüttert hat. Die UN stellte dagegen in ihrer Antwort fest, „dass jede Entscheidung hinsichtlich des Status der Stadt null und nichtig sei und annulliert werden müsse“. Diese nicht bindende Resolution wurde von 128 Staaten gebilligt, mit 35 Enthaltungen und nur 9 Gegenstimmen. Wieder einmal hat die UN bewiesen, dass sie so ist, wie sie von unserem ersten Premierminister bezeichnet wurde: die „United Nothings“ („die Vereinigten Nichtse“). Diese 128 Nationen haben sich in direkter Opposition zu Gottes Wort und Absicht positioniert. Wir wissen, dass das Konsequenzen haben wird. Die Nationen der UN mögen sich selbst für mächtig und wichtig halten, aber in den Augen des Herrn sind sie nichts. „Der Herr vereitelt die Beschlüsse der Heiden, er macht die Pläne der Völker zunichte. Der Ratschluss des Herrn bleibt ewig bestehen, die Pläne seines Herzens überdauern die Zeiten“ (Ps 33:10-11).

Die gewalttätigen andauernden Freitags-Demonstrationen, die am 30. März in Gaza begonnen haben, sind Teil der Antwort der Hamas auf Präsident Trumps Erklärung und sein Geschenk für Israel zum 70. Geburtstag. Auf diesem Weg zum Nakba Tag sind die möglicherweise explosivsten Tage der ‚Tag palästinensischen Gefangenen’ am 17. April und Israels Unabhängigkeitstag nach hebräischem Kalender in diesem Jahr am 19. April. Der 14. Mai ist sowohl Israels 70. Unabhängigkeitstag nach dem gregorianischen Kalender als auch die Eröffnung der amerikanischen Botschaft in Jerusalem. Am nächsten Tag ist der Nakba Tag. An diesen beiden Tagen 14./15. Mai könnten wir weltweit Demonstrationen und Unruhen erleben.

Die Palästinenser begehen den Nakba (Katastrophe) Tag als den Tag, an dem Israel wiedergeboren wurde und 600 000 Palästinenser aus Israel flüchteten. Was sich die palästinensischen Führer weigern anzuerkennen, ist die Tatsache, dass die große Mehrheit der Palästinenser den Anweisungen der arabischen Führer gefolgt sind, die ihnen gesagt hatten, sie sollten aus dem Weg gehen, bis sie die Juden vernichtet hätten; dann würden sie wieder in ihre Häuser zurückkehren können und dazu noch die Besitztümer der Juden bekommen.

Wir sehen diese Weigerung, die Realität anzuerkennen, auch in den aufgebrachten Reaktionen der Nationen auf die israelische Verteidigung seiner Landesgrenzen, was am 30. März zum Tod von 20 palästinensischen Aufständischen führte, von denen mindestens 11 als bekannte Terroristen identifiziert wurden. Am 6. April kamen 9 ums Leben. Wie erwartet sind die arabischen Nationen am aufgebrachtesten. Inzwischen könnten wir auch sagen, dass eine entsprechende Reaktion Europas zu erwarten ist.

In vielerlei Weise ist Westeuropa dabei Selbstmord zu begehen – nicht nur durch den Zustrom von islamischen Einwanderern, sondern auch durch das Verschmähen seiner christlichen Wurzeln und Kultur. Es ist grotesk, dass die stärker „faschistischen“ osteuropäischen Nationen ein besseres Verständnis von den gegenwärtigen Entwicklungen zu haben scheinen als ihre „aufgeklärten“ westlichen europäischen Zeitgenossen.

Die Hamas verbreitet die Story, dass das Volk von Gaza leidet und Israel dafür die Schuld trägt. Das ist absolut fern jeglicher Wahrheit. Zweifellos leiden die Menschen in Gaza: Elektrizität gibt es nur stundenweise pro Tag (der völlig von Israel zur Verfügung gestellt wird), schlechtes Trinkwasser und ein furchtbares nichtexistierendes Abwassersystem, sehr hohe Arbeitslosenrate (50%), Armut, Hunger und zu wenig brauchbaren Wohnraum.

Wer hat Schuld? Es ist die Hamas-Führung, die sich selbst bereichert hat, so wie es die Führung der PA schon 25 Jahre lang getan hat. Dazu kommt, das der Großteil des Baumaterials (das über Israel hineingebracht wird) und zum Wiederaufbau von beschädigten und zerstörten Häusern und dem Bau eines neuen Elektrizitätswerkes bestimmt ist, in den Bau von Tunnels und Raketen zum Angriff auf Israel geflossen ist.

Die Tatsache, dass die Hamas in dem verarmten Gaza angekündigt hat, dass sie für jeden bei diesen Demonstrationen Verwundeten oder Getöteten Geld zahlen will, scheint bei den westlichen liberalen Hirnen nicht als Manipulation und Druck anzukommen. Für die Hamas sind tote Gazabürger wunderbar für ihre Propaganda. Die Islamisten haben schon seit Jahren gesagt, „du (Israel) liebst das Leben, wir lieben den Tod. Deshalb werden wir gewinnen.“

Die Hamas mobilisiert ihre Leute, an den israelischen Grenzzaun zu marschieren. Ihre Absicht ist vielfältig: ganz bestimmt ein Versuch, den Grenzzaun zu durchbrechen, nach Israel einzudingen und es zu zerstören und „das Recht auf Rückkehr“ zu fordern. Außerdem ist es ihre dämonische Antwort auf die Entscheidung von Präsident Trump, die amerikanische Botschaft nach Jerusalem zu verlegen.

Die UN und die EU fordern das „Recht unschuldiger Demonstranten zu demonstrieren“. Die Realität ist, dass sie Randale machen. Viele sind bewaffnet mit Waffen, Brandbomben, Sprengstoffen und Felsbrocken. Sie sind Mitglieder der verschiedenen Terrorgruppen in Gaza. Es ist bemerkenswert, dass keines der Kinder der Hamas-Führer zum Kämpfen losgeschickt worden ist.

Hamas-Führer Yahya Sinwar hat gesagt: „Wir werden die israelischen Grenzen ausreißen, wir werden ihre Herzen rausreißen, und wir werden in Jerusalem beten.“ Das klingt doch friedlich und gewaltfrei, oder?

Die Reaktion eines Großteils der Welt bestand darin, Israel dafür zu attackieren, das es sich verteidigt.

Die Situation in Gaza kann sehr leicht außer Kontrolle geraten und wir könnten uns bald wieder im Krieg mit der Hamas befinden.

Der Iran ist sowohl ein führender Schirmherr und Unterstützer der Hamas als auch eine der herrschenden Mächte in Syrien und die Macht hinter der Hisbollah im Libanon. Im Norden an der Grenze zum Libanon und zu Syrien ist es angespannt aber ruhig. Der Iran ist dabei, dauerhafte Militärbasen für sich in Syrien zu bauen. Er fährt fort, die Hisbollah zu bewaffnen, sodass eine Fehleinschätzung auf irgendeiner Seite uns in einen Krieg stürzen könnte. Es wäre ein riesiges Versäumnis auf israelischer Seite, nicht darauf vorbereitet zu sein, dass diese drei Feinde ihre Aktionen koordinieren könnten. Ein Krieg an drei Fronten (Gaza, Libanon, Syrien) könnte Israel das Äußerste abverlangen.

Die anderen dominanten Spieler in Syrien sind Russland und die Türkei. Das islamische Regime in der Türkei ist geistlich mit der Moslembruderschaft von Ägypten verbunden – dem Stammvater der Hamas. Da sowohl die Türkei als auch die Hamas dem Sunni Islam folgen, haben sie eine geistliche und auch finanzielle Verbindung. Die Türkei ist kein Freund Israels, aber bis jetzt ein nicht so potenter Feind wie der Iran.

Russland ist der nicht vorhersehbare Einfluss in der Region. Sie sind in Wahrheit die dominante Macht in Syrien und möchten die Macht von Assad zu ihrem eigenen Nutzen und für ihre eigenen Absichten zementieren. Gleichzeitig haben sie eine Art Arbeitsbeziehung mit Israel.

Eine weitere Besorgnis für Israel ist die Ankündigung von Präsident Trump, dass die USA seine Truppen sobald wie möglich aus Syrien abziehen will. Dieser Schritt würde das gesamte Gebiet der Kontrolle der Iraner, Türken und Russen überlassen.

Bete dafür:

Dass Israel auf eine Vielzahl von Möglichkeiten vorbereitet ist. Krieg an mehreren Fronten, Rechts-Krieg (Lawfare) und die Schlacht im Bereich öffentlicher Diplomatie. Wir sehen einem Krieg nicht freudig entgegen, aber wir wissen, dass Israel mit dem Kampf um seine Existenz nicht fertig ist und dass weiterer Krieg unvermeidlich ist.

„Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit... eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen, eine Zeit für den Krieg und eine Zeit für den Frieden...“ (Pred 3:1.8).

Wir erkennen, dass es eine der Strategien Satans ist zu versuchen, Dinge geschehen zu machen, bevor Gottes Zeit dafür gekommen ist. Wir beten für die Welt und ihre Völker, dass diese Ereignisse in Übereinstimmung mit Gottes vollkommenem Zeitplan und Gottes richtiger Zeit kommen.

Wir beten, dass die Russen ihre Zusammenarbeit mit Israel vertiefen - auf Kosten der Kooperation mit dem Iran und der Türkei.

Mögen die Russen erkennen, dass der islamische Iran und die islamische Türkei, die beide an Russland angrenzen, eine Quelle islamischer Unterstützung für Russland islamische Terroristen werden.

Möge sich Putin daran erinnern, dass sein Sieg über die tschetschenischen islamischen Terroristen seinen Stand im russischen Volk gestärkt hat.

Während wir dabei sind, dieses Shofar rauszuschicken, wurde berichtet, dass Israel bei Nacht einen syrischen Luftwaffenstützpunkt bombardiert hat, wo auch viele Iraner waren. Der Gebetspunkt ist, dass es die Amerikaner waren, die verraten haben, dass es Israel war und sie zuvor darüber informiert worden waren. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass dies mit Zustimmung von Israel „durchgesickert“ ist. Das könnte zu großen Spannungen zwischen Israel und den USA bezüglich des Austauschs von Geheiminformationen führen. Bete dafür, dass diese Sache von amerikanischer Seite wieder angemessen in Ordnung gebracht wird und es zu keinem Bruch in der Zusammenarbeit zwischen den USA und Israel kommt.

Die Russen haben sich ärgerlich darüber beschwert, dass sie überhaupt nicht informiert worden sind. Auch das könnte die Kooperation zwischen Russland und Israel beeinträchtigen. Bete dafür, dass das nicht geschieht.

Bete für eine Revolution von Israels öffentlich zugänglicher Diplomatie. (d.h. die Darstellung der Position Israels über das laufende Geschehen vor der Welt). Es gab eine Zeit, als Israel in diesem Bereich jahrzehntelang sehr gut war. Jetzt haben die Palästinenser Israel in jedem Aspekt öffentlicher Diplomatie überholt.

Bete, dass der Herr zu Seinem Volk redet und ihm mehr Offenbarung und Verständnis gibt für die Zeiten, in denen wir leben, was zu erwarten ist und wie wir beten sollen.

Bete gegen:

Versuche, Israel dafür vor den internationalen Gerichtshof zu bringen, dass es sich gegen Terroristen verteidigt (Lawfare).

Wir alle sind ständig geistlich und manchmal auch physisch in einem Kriegszustand.

Danke euch allen, dass ihr den guten Kampf des Glaubens kämpft.

Jes 40:28-31 „Weißt du es nicht, hörst du es nicht? Der Herr ist ein ewiger Gott, der die weite Erde erschuf. Er wird nicht müde und matt, unergründlich ist seine Einsicht. 29 Er gibt dem Müden Kraft, dem Kraftlosen verleiht er große Stärke. 30 Die Jungen werden müde und matt, junge Männer stolpern und stürzen. 31 Die aber, die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft, sie bekommen Flügel wie Adler. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt.“

„Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr erhebe Sein Angesicht auf dich und gebe die Frieden“ (4 Mose 6:24-26).

 

Eliyahu Ben-Haim, Jerusalem 9. April 2018

 

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