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Jakobs Drangsal – Vergangenheit oder Zukunft?

Eine „Watchmen from Jerusalem“ Lehre

Diese Studie wurde von Chuck und Karen Cohen geschrieben, Autoren des vierteljährlichen Rundbriefes „Watchmen from Jerusalem“ mit biblischer Sicht auf die Nachrichten, der Gläubigen helfen soll, mit Verständnis zu beten – in erster Linie für Ziele Gottes, die mit Israel zu tun haben.1 Chuck ist einer der Direktoren und ein Vorstandsmitglied von Intercessors for Israel, ein Gebetsdienst aus und für Israel.2

Jakobs Drangsal – die Frage

Warum sollten Gläubige dafür beten und jüdischen Menschen in den Nationen helfen, Alijah zu machen – in das Land Israel zurückzukehren – wenn zwei Drittel von ihnen in „Jakobs Drangsal“ (Jeremia 30,7) dort getötet werden?3

Es kursiert gerade eine Lehre in vielen Gemeinden und Diensten, dass Gott Sein Volk zurück in dem Land sammelt und dann zulassen wird, dass ein zweiter Holocaust – einige sagen, dass dieser sogar schlimmer sein wird, als der erste – über sie kommt. Grundlage dieser Lehrer ist der Glaube, dass eine siebenjährige Zeit des Drangsals beginnen wird, sobald die Gemeinde entrückt ist (die „Vor-Trübsal-Entrückungs-Lehre“). Zu Beginn dieser siebenjährigen Periode wird der Antichrist auftauchen. Er unterzeichnet ein Friedensabkommen mit Israel, lässt es sogar zu, dass der Tempel in Jerusalem wieder aufgebaut wird. Dann, mitten in dieser Zeit, nach dreieinhalb Jahren, bricht er das Abkommen mit Israel und beginnt einen Krieg, bei dem zwei Drittel der Juden sterben. Laut dieser Lehre wird diese Periode in der Schrift als „Jakobs Drangsal“ bezeichnet, ein Ausdruck, den man nur in Jeremia 30,7 findet.

Warum lässt Gott das zu? Es wird gelehrt, dass Sein Volk Israel, sogar nachdem Er es nach Hause gebracht hat, stur und halsstarrig bleiben wird, sich weigert Buße zu tun, oder die Knie vor Jesus als ihren Erretter zu beugen. Nachdem angeblich Millionen gestorben sind, werden die am-Leben-Gebliebenen schließlich Christus annehmen und zu Christen werden. Zur selben Zeit ist die entrückte Gemeinde im Himmel und genießt das Hochzeitsmahl des Lammes als Braut des Herrn Jesus Christus. Während es viele Variationen in den Details dieser Lehre gibt, widerspiegelt dies jedoch den grundsätzlichen Rahmen.

Als Intercessors for Israel sind wir oft gefragt worden, warum wir dafür beten, dass die Juden nach Israel zurückkehren, wenn diese Ereignisse sie in der Zukunft erwarten. Wir können aber für ihre Rückkehr beten und tun dies auch, denn diese Lehre ist weder mit Gottes Wort noch mit Seinem Wesen im Einklang.

Wir stimmen dem Apostel Paulus zu, dass wir alle „stückweise erkennen und stückweise weissagen“ (1. Korinther 13,9), und „wir sehen jetzt mittels eines Spiegels wie im Rätsel“ (1. Korinther 13,12).Wir sehen das ganze Bild nicht so klar, wie wir es gerne hätten. Wenn das Wort Gottes prophezeit, dann sehen wir es erst klar, nachdem es bereits wahr geworden ist, und dann können wir wie der Apostel Petrus sagen: „dies ist es, was durch den Propheten ... gesagt worden ist“ (Apostelgeschichte 2,16). Diesem Muster folgend können wir erkennen, dass „Jakobs Drangsal“ und „zwei Drittel ausgerottet“ bereits in der Vergangenheit liegen.

Watchmen from Jerusalem 3/2015

Eine biblische Sicht auf die Nachrichten

Shalom aus Zion.

In diesen kritischen Zeiten lautet die Herausforderung des Herrn an die Gemeinde: „Glaubt ihr wirklich das, was das NT von dem AT glaubt?“ Historisch gesehen bedeutet das: wenn im NT der Begriff „die Schrift“ benutzt wird, ist damit das AT – der Tanach – gemeint. Wenn Gläubige heute das Verständnis vom Tanach hätten, das im NT genannt wird, könnten die meisten lehrmäßigen Unstimmigkeiten über Israel beseitigt werden.

Paulus schreibt: „Alle Schrift (der Tanach) ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre ...“ (2 Tim 3:16a). Da der ganze Tanach nützlich zur Lehre ist, wie kann die Gemeinde der gotteslästerlichen Lehre der Ersatztheologie Raum geben? Warum ist die Wiederherstellung des Landes Israel für das Volk der Juden ein Problem, wenn Gott es ihnen über 200 mal in der Bibel Yeshuas versprochen hat? Warum nennt man Jerusalem, Samaria und Judäa die „besetzten Gebiete“, wenn sie ausdrücklich als die Orte genannt werden, an die Gott sein Volk zurückführt (Ps 147:2; Sach 8:7-8; 12:2-3; Jer 31:5 usw.)

Alle Lehre in der Gemeinde, die nicht in Übereinstimmung mit der Theologie der Tanach ist, ist nicht von Gott. Ja, es gibt diskutierbare Aspekte, wie die Frage, wann die Entrückung stattfindet oder ob ein dritter Tempel vor der Rückkehr des Messias gebaut werden wird, aber die Aspekte in Bezug auf Israel finden in der Schrift sehr viel mehr Rückhalt. Das prophetische Muster besagt, dass Gott Sein Volk als Ungläubige ins Land bringt und ihnen dann den Messias offenbart (5 Mose 30:5-6; Jer 32:37-42; Hes 36:24-27; Sach 12:10 usw.). Das Problem, das viele Christen mit Israel heute haben besteht darin, dass sie das nicht glauben, was das NT über die Unfehlbarkeit des Tanach sagt!

Yeshua sagte: „... Ihr irrt, weil ihr weder die Schriften noch die Kraft Gottes kennt“ (Matth 22:29); „O ihr Toren! Wie langsam ist euer Herz zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben ... Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht“ (Luk 24:25,27); „Das sind die Worte, die ich zu euch geredet habe, als ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden müsse, was im Gesetz Moses und in den Propheten und den Psalmen von mir geschrieben steht“ (Luk 24:44; vgl. Joh 2:22); „sie (die Juden in Beröa) nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf; und sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhalte“ (Apg 17:11); „Und wir halten nun desto fester an dem prophetischen Wort (im Tanach), und ihr tut gut daran, darauf zu achten als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen“ (2 Petr 1:19).

Deshalb hört, was der Geist zu der Gemeinde heute sagt: „‚Zum Gesetz und zum Zeugnis!’ wenn sie nicht also sprechen, liegt es daran, dass in ihnen kein Licht ist“ (Jes 8:20; Übers. aus dem Engl.).

Watchmen from Jerusalem 2/2015

Eine biblische Sicht auf die Nachrichten

Shalom im Messias Yeshua,

Unser einziger echter ‚Shalom/Friede’ kommt dann, wenn wir auf Gottes Wort und Seinen Namen vertrauen. Sein ‚gewisses prophetisches Wort’(2 Petr 1:19) ist unser Fels. Während die Welt zunehmend aus den Fugen gerät, können wir Gott vertrauen, dass Er handelt wie bei Esther: er wirkt im Hintergrund, im Verborgenen. In Offb 17:16-17 verbünden sich 10 Könige mit dem Antichristen, hassen die Hure und gehen barsch mit ihr um. Warum? Denn Gott lenkt ihr Herz so, dass sie seinen Plan ausführen: Sie sollen einmütig handeln und ihre Herrschaft dem Tier übertragen, bis die Worte Gottes erfüllt sind.

Das Kommen des Herrn beschleunigen

Gott hat unsere Gebete für einen klaren Sieg von Bibi Netanyahu/Likud erhört, und dennoch haben sofort nach der Wahl die USA, die EU und die UNO Druck auf Israel ausgeübt, ‚Palästina’ zu schaffen und das Land Gottes zu teilen (Joel 4:1-2). Dieser dämonische „Friedens“- Prozess wird als die Lösung angesehen, um Weltfrieden und Sicherheit herbeizuführen – wichtiger als sich mit dem IS auseinanderzusetzen, dem Völkermord an Christen, der iranischen Nuklearbewaffnung, einem hungrigen russischen Bären, einem wachsenden syrischen Friedhof und dem ansteigenden Antisemitismus in westlichen Ländern. Während die Nationen bisher nur politisch und wirtschaftlich gegen Jerusalem vorgehen, nähern wir uns damit mehr der Zeit von Sach 12:2-10; 14:1-21.

Es mag noch Jahrzehnte dauern, ehe der Messias zurückkehrt, aber die prophetischen Ereignisse der Endzeit entfalten sich rapide. Während des ersten Kommens von Yeshua wurden in 33 Jahren mehr als 300 Prophetien erfüllt. Genauso erleben wir es heute vor Seiner Rückkehr, dass viele Prophetien in schneller Aufeinanderfolge erfüllt werden.

Nach den israelischen Wahlen

Die einzige Demokratie im Nahen Osten hat Netanyahu wieder gewählt, und Präsident Obama bekam einen Wutanfall. In einem Interview der Huffington Post schrieb Rabbi Shmuley Boteach, dass Obama sagte, er nähme Bibi beim Wort. Aber als Netanyahu sagte, dass ein Palästinenserstaat mit ihm nicht zu machen sei, müsse die USA ihre Haltung gegenüber Israel überprüfen. Wir waren sehr erleichtert, als Bibi das sagte und hoffen, dass er es auch wirklich einhält. Aber ein Sprecher des Weißen Hauses sagte: „Worte sind wichtig“. Das wird „Konsequenzen haben...“  Boteach stellt die Frage: Wenn es wichtig ist, was Leiter im Ausland sagen – warum gilt das dann nicht auch für den Iran? Dessen oberster Leiter, Ayatollah Khamenei, sagte vor kurzem, während die Atomverhandlungen noch liefen: „Tod den Amerikanern“. „Plötzlich sind die Worte des Iran nicht wichtig?“

Watchmen from Jerusalem 1/2015

Eine biblische Sicht auf die Nachrichten

Shalom aus Jerusalem

Am 17. Dezember 2014 war der erste Tag von Chanukka. Wir feiern einen Sieg der „Söhne Zions“ gegen die „Söhne Griechenlands“ (Sach 9:13). Im Jahr 165 v. Chr. nahmen die Makkabäer, eine kleine jüdische Kampftruppe, den Tempel in Jerusalem wieder ein und reinigten ihn, indem sie eine größere, besser ausgerüstete syrisch-griechische Armee unter Antiochus Epiphanes (ein Typus des Antichristen und ein „Evangelist“ für eine griechisch-humanistische Weltschau) schlugen. Obwohl der Krieg mehrere Jahre andauerte, erinnert Chanukkah an die erneute Weihung des Tempels, was den Juden die Ehrung und Anbetung Gottes in biblischer Form ermöglichte.

Am selben Tag erhob sich „der Mensch“ in all seinem anti-christlichen Zorn und verspottete Gott und Seine Nation Israel. Der EU Gerichtshof entfernte die Hamas – die terroristischen Herrscher von Gaza – aus „technischen“ Gründen zeitweilig von der EU Terrorgruppen Liste. (Bis jetzt sind sie nicht mehr drauf.) Dann stimmte das EU Parlament überwältigend dafür, dass die EU Außenminister ein „Palästina“ in den vor 1967iger Grenzen mit Jerusalem als Hauptstadt anerkenne.

Auch die Genfer-Konventions-Mächte haben sich getroffen und Israel wegen begangener „Kriegsverbrechen“ im seinem Krieg gegen die Hamas im Sommer 2014 angeklagt. Und eine UNO Sicherheitsrats Resolution, die Israels Rückzug aus allen „besetzten Gebieten“ (d.i. das biblische Land Judäa, Samaria und Jerusalem) bis 2017 fordert,  wurde bis Ende des Monats aufgeschoben.

Im Jahr 1917 wurde das moslemisch besetzte Jerusalem durch den britischen General Allenby besiegt – das erste Mal seit 1244, dass eine „christliche“ Nation die heilige Stadt regierte. Im Jahr 1967 – 50 Jahre später (ein biblisches Halljahr) – kam es zum ersten Mal seit Ende der Makkabäer Herrschaft, die 37 v. Chr. endete, wieder unter israelische Herrschaft. Rechnet ein Halljahr weiter, und die Nationen möchten Jerusalem von seinen Gott-bestimmten Herrschern befreit sehen, und es dem Islam geben! Sind sowohl die politischen Angriffe zu Chanukkah und die Frist bis 2017 Zufall? „Siehe, ich will Jerusalem zum Taumelbecher zurichten für alle Völker ringsumher ... Zur selben Zeit will ich Jerusalem machen zum Laststein für alle Völker. Alle, die ihn wegheben wollen, sollen sich daran wund reißen ... Und zu der Zeit werde ich darauf bedacht sein, alle Nationen zu vertilgen, die gegen Jerusalem gezogen sind“ (Sach 12:2-3a,9).

Bleibe fokussiert auf Gottes Wort und achte auf Sein Timing. Da Gott regiert (Ps 93:1; 96:10; 97:1; 99:1), lasst uns Geschehnisse nicht einfach als Zufall beiseite tun, ohne zu beten und Sein prophetisches Wort zu studieren!

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