Watchmen from Jerusalem 3/2012

Eine biblische Sicht auf die Nachrichten 

Schalom aus Jerusalem,

was bestimmt unser Weltbild? Was beeinflusst unser Denken? 

Durch welchen Filter beurteilen, wissen und nehmen wir wahr, was in unserem Leben, in unseren Gemeinden, in unseren Ländern und in der Welt geschieht? Wenn es nicht Gottes Wort ist, vom ersten Buch Mose bis zur Offenbarung, dann bewegen wir uns auf dünnem Eis.

Warum? Gott, unser Schöpfer, sieht das ganze Bild. Er ist tatsächlich der Einzige, der das kann, denn Er ist nach Seiner eigenen Beschreibung „heilig“, das heißt  abgesondert“ – abgesondert von Seiner Schöpfung. Wir dagegen sehen nur „mittels eines Spiegels undeutlich“ (1.Kor 13,12).

Gott schuf die Zeit. Er befindet sich außerhalb der Zeit und sieht von Anfang an das Ende. Das ist einer der Gründe, warum Er „das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende“ genannt wird (Jes 48,12; Offb 22,13). Deshalb kann Er auch die Zukunft „vorhersehen“.

„Das Frühere habe ich längst schon verkündet. Aus meinem Mund ist es hervorgegangen, und ich habe es hören lassen; plötzlich tat ich es, und es traf ein.“ (Jes 48,3; vgl. 42,9; 46,10).

Wenn der Mensch glaubt, er könne soziale Vorgänge und das Weltgeschehen ohne Gott und Sein Wort beurteilen, dann ist das nichts anderes als Arroganz. Als Teil der Schöpfung ist unser Denken begrenzt. Bei den Themen, die in Gottes Wort angesprochen werden, ist es klug, auf Seine Gedanken zu achten (Jes 55,8-11). Dazu gehört, wie man zu ewigem Leben kommt (Joh 17,3; vgl. 14,6), wie Gott wirklich ist (Er ist nicht nur Liebe!), nach welchen moralischen Grundsätzen Menschen leben sollten (Ehebruch, Unzucht, Homosexualität und vieles mehr, das heute zur Schau gestellt wird, ist unmoralisch!) und wie wir auf die Kirche und auch auf Israel schauen.

Warum Israel?

Wenn du an Jeschua glaubst, dann war es Gott selbst, der dich erwählt hat (Joh 15,16; 19). In gleicher Weise – nach Seinem souveränen Willen – hat Gott Israel erwählt, das Land und das Volk, als Sein ureigenes Erbe (5.Mo 7,6; Ps 33,12; 105,26; 135,4; Röm 9,4-5; 11,11-12).

Gott erwählte Israel, um mit ihm die Menschheit zu erlösen. Er verhieß Abraham, dass durch seine Nachkommen alle Nationen der Erde gesegnet würden (1.Mo 12,3b; 22,18). Paulus nennt dies das „Evangelium an die Heiden“ (Gal 3,8). Viele, auch in der Kirche, mögen den Gedanken von den Juden als Gottes auserwähltes Volk nicht. Schließlich waren und sind sie dieser Berufung nicht würdig. Aber schau in den Spiegel und frage dich selbst, ob du es wert bist, dass Jeschua dich erwählt hat. Wenn du das meinst, dann suche jemanden, der mit dir betet – und werde errettet!

Die Frage lautet nun: Wovon hängt es ab, wie wir auf Israel schauen? Von unserem „Sehen“ mittels BBC, CNN, New York Times (oder ARD, ZDF, FAZ), oder von unserem Glauben an Jesaja, Jeremia und den Rest des Wortes Gottes? Und weil es das Wort Gottes sein muss, müssen wir verstehen: …

Der Gott der Bibel ist nicht „politisch korrekt“!

Der Mensch hätte es gerne, dass Er „politisch korrekt“ ist, aber Gott unterwirft sich nicht dem Willen des Menschen; Er tut, was Ihm gefällt.

„Der HERR macht zunichte den Ratschluss der Nationen, er vereitelt die Gedanken der Völker.“ (Ps 33,10). 

„Einen Weinstock [Israel] hobst du aus aus Ägypten. Du vertriebst Nationen und pflanztest ihn ein.“ (Ps 80,9).

„Alles hat der HERR zu seinem Zweck gemacht, so auch den Gottlosen für den Tag des Unglücks.“ (Spr 16,4).

„Das Herz des Menschen plant seinen Weg, aber der HERR lenkt seinen Schritt.“ (Spr 16,9; siehe auch 21,1). Offenbarung 17,17 verdeutlicht, dass selbst die Pläne des Antichristen unter der Kontrolle unseres Gottes stehen.

Paulus griff dieses Thema der „politisch unkorrekten“ Souveränität Gottes auf mit dem Beispiel des Pharaos, den Gott erweckt hatte und dann sein Herz verstockte, zu Seiner Ehre (Röm 9,17; beachte: in 2.Mo 3,19 und 4,21 spricht Gott, noch bevor Mose zum Pharao spricht). Manchen missfällt dieser Aspekt der Souveränität Gottes, aber, frei nach Paulus: „Du bist das Geschöpf. Er ist der Schöpfer. Er kann mit Seiner Schöpfung tun, was Er will!“ (Röm 9,20-24).

Auch Jeschua war nicht politisch korrekt, wenn Er die Wahrheit sagte. Wenn nötig, brüskierte Er die religiösen Würdenträger und auch Seine eigenen Jünger. Selbst nach Seiner Himmelfahrt verkündete der Herr Jeschua fünf von sieben Gemeinden sehr unangenehme Wahrheiten, wie in Offenbarung 2-3 zu lesen ist.

Bibi Netanjahus Anmerkungen zum Jerusalem-Tag

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu, der ebenfalls dafür bekannt ist, unangenehme Wahrheiten auszusprechen, sagte am Jerusalem-Tag: „… Israel ohne ein vereintes Jerusalem ist wie ein Körper mit einem schwachen Herzen …“. Er fügte hinzu: „Eine Nation, die bereit ist, ihr Herz zu opfern, überzeugt nur ihre Feinde davon, dass sie keine Willenskraft mehr hat, überhaupt noch für irgendetwas zu kämpfen… 

Unsere Generation genießt ein großes Vorrecht: Wir sind Zeugen der Erfüllung der Worte der Propheten. Wir sahen die Wiederauferstehung Zions. Wir sahen die Wiederherstellung der Souveränität des Volkes Israel hier im Lande Israel. Wir sahen die Sammlung der Verbannten. Und wir sahen die Vereinigung und den Wiederaufbau Jerusalems. Darüber hinaus trägt unsere Generation die riesengroße Verantwortung, dafür zu sorgen, dass diese Veränderung für künftige Generationen bewahrt wird.

Der Prophet Jesaja sagte: ‚Erwache, erwache! Stehe auf, o Jerusalem.’ … Nach Jahrhunderten der Unterdrückung und Intoleranz durch andere Glaubensrichtungen ist Jerusalem wiedererstanden und wurde vereint.“ („PM Netanyahu’s Speech at … 45th Anniversary of the Unification of Jerusalem …“, Prime Minister’s Office, www.pmo.gov.il, 20.5.2012).

Welche „besetzten Gebiete“?

Israel hat ein juristisches und historisches Recht auf Judäa und Samaria – die „besetzten Gebiete“! „Nach fast sechsmonatiger Untersuchungszeit legte ein von der [israelischen] Regierung eingesetzter Gutachterausschuss aus drei juristischen Sachverständigen … eindeutige Ergebnisse vor. Das Trio aus Edmond Levy, dem ehemaligen Richter des Obersten Gerichtshofs, Dr. Alan Baker, dem ehemaligen juristischen Berater des Außenministeriums, und Tehiya Shapira, dem ehemaligen stellvertretenden Präsidenten des Bezirksgerichts Tel Aviv, stellte beispielsweise fest, dass die Hunderttausende von … israelischen Bürgern, die in Judäa, Samaria und auf den Golan-Höhen leben, keine Kriminelle sind, wie viele Widersacher – und auch Verbündete – Israels einwenden … [weil] das 45 Jahre alte Siedlungsprojekt, welches das jüdische Volk … wieder mit dem Land vereinte, keinesfalls als internationales Verbrechen ausgelegt werden kann.

Die Erkenntnisse des Trios … beruhen auf ein paar einfachen Tatsachen. Erstens verlangte das britische Mandat, das im September 1922 in Kraft trat, nachdem es durch den Völkerbund ratifiziert wurde, die Schaffung einer ‚nationalen Heimstätte für das jüdische Volk’ auf dem Gebiet westlich des Jordans, einschließlich Judäa und Samaria.

Zweitens hat der UN-Teilungsplan für Palästina von 1947 das britische Mandat nie, wie vorgesehen, ersetzt. Er wurde zwar von der jüdischen Gemeinschaft in Palästina, die durch die Jewish Agency vertreten war, angenommen, aber sowohl vom Arabischen Hohen Komitee in Palästina als auch von den Staaten, die der Arabischen Liga angehörten, abgelehnt. 

Drittens versuchten im Verlauf von Israels Unabhängigkeitskrieg zunächst örtliche palästinensische Milizen und später die vereinten Armeen von Jordanien, Ägypten, Syrien, Irak und Libanon, den jüdischen Staat auszulöschen, was ihnen jedoch nicht gelang. In der Folge zog Jordanien die Kontrolle über Judäa und Samaria (das Westjordanland) und Teile Jerusalems an sich, doch wurde seine Herrschaft über diese Gebiete durch die internationale Gemeinschaft nie anerkannt. 

Viertens versuchten im Sechs-Tage-Krieg die vereinten Armeen von Ägypten, Syrien und Jordanien, unterstützt durch zahlreiche andere Länder und Organisationen – einschließlich der PLO – erneut, Israel von der Landkarte zu streichen, und scheiterten. Danach hatte Israel die Kontrolle über Judäa, Samaria und Gaza sowie über die Sinai-Halbinsel und die Golan-Höhen…

Selbst die UN-Resolution 242, welche die ‚Land-für-Frieden’- Formel einführte, verlangt von Israel, im Austausch für Frieden mit seinen Nachbarn ‚aus Gebieten’, nicht jedoch aus allen Gebieten, abzuziehen.“ Es hieß nicht „aus den Gebieten“, das Wort „den“ wurde ausdrücklich weggelassen. „Der internationalen Gemeinschaft war unmittelbar nach dem Sechs-Tage-Krieg klar, dass Israel einen unbestimmten Teil von Judäa, Samaria und Gaza behalten würde …“

Diese Untersuchung wird Israels Kritiker nicht überzeugen.

„Aber die reine Wahrheit wurde jetzt wenigstens noch einmal wiederholt – fürs Protokoll. Und sie sollte von der [israelischen] Regierung offiziell als solche anerkannt werden.“ („Settling truths“, JP Editorial, 9.7.2012).

In einem anderen Artikel hieß es: „Das Ausschussmitglied Dr. Alan Baker, ein weltweit angesehener Völkerrechtsexperte, sagte in einem Interview: ‚Nach internationalem Recht ist es nicht illegal, in Judäa und Samaria zu siedeln…’“ Gott bestätigt das auch! (Jer 31,4-5; Sach 12,2-8 usw.).

Und nun noch ein paar weitere Fakten: Die Türkei erlitt im Ersten Weltkrieg eine Niederlage. „Im Rahmen der Pariser Friedenskonferenz von 1919 vermittelten die Siegerstaaten einen Dialog zwischen Juden und Arabern über die Zukunft des Gebietes von Palästina. Sollte es ein jüdischer oder ein arabischer Staat werden? König Faisal al-Hashemi … setzte sich für eine arabische Souveränität über Palästina (auf beiden Seiten des Jordans) ein…“ Wenige Wochen später sprach Chaim Weizmann das gleiche Hoheitsrecht den Juden zu. Die Siegerstaaten entschieden für die Juden, „insbesondere deshalb, weil der Rest des Nahen Ostens – Syrien, Libanon und der Irak – für die Araber vorgesehen war. Der Völkerbund verfasste ein vertragsähnliches Dokument im Sinne dieser Entscheidung, das sogenannte Mandat über Palästina.

Dieses Dokument war insofern einzigartig, als es die zivilen und religiösen Rechte aller Bewohner des Landes schützte, während es das Recht auf Selbstbestimmung, künftige Souveränität und Regierungsgewalt nach Ablauf des Mandats nur den Juden einräumte … [Es] wurde durch die Konferenz von San Remo (einem internationalen Treffen des Obersten Rates der Alliierten nach dem Ersten Weltkrieg) im April 1920 ratifiziert und im Juli 1922 durch den Völkerbund einstimmig bestätigt. Dies war die Stunde, zu der die alleinige Souveränität der Juden über das Land Israel anerkannt wurde. Diese Anerkennung wurde Teil des Völkerrechts, und daran änderte sich seither nichts mehr.“ („History proves settlements’ legality“, Ze’ev Jabotinsky, Israel Hayom Op-ed, 12.7.2012).

Die Reaktion Amerikas war typisch für die Tendenzen der jüngsten Zeit. So „verurteilte die Regierung Obamas Israel lautstark für die Frechheit, ein Team hochrangiger Juristen damit zu beauftragen, sich zu Israels Rechten zu äußern“. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte, die Vereinigten Staaten akzeptierten „die Rechtmäßigkeit fortgesetzter israelischer Siedlungsaktivitäten nicht, und wir lehnen jeden Versuch ab, Siedlungsaußenposten zu legalisieren“ („Obama’s spectacular failure“, C. Glick, JP Op-ed,  12.7.2012).

Gefährliche Fehleinschätzungen

Barry Rubin schrieb: „Wenn ich jemals einen Ausspruch gehört habe, der im Nahen Osten Unglück bedeutet, dann ist es dieser: ‚Menschen sagen etwas in einem Wahlkampf, und wenn sie dann gewählt werden, müssen sie erst mal regieren.’“ Er zitierte Victoria Nuland, die Sprecherin des US-Außenministeriums, die sich über einen ägyptischen Präsidentschaftskandidaten äußerte. Dieser „bezeichnete Israel als rassistisch, als Feind Ägyptens und als Besatzungsstaat“, der somit kein Existenzrecht genieße.

Rubin hob einige „gefährliche Fehleinschätzungen“ hervor, die dem Ausspruch Nulands zugrunde liegen. „Sie unterstellt, dass aus radikalen Bewegungen in gleicher Weise Aussagen hervorgehen, um den Wählern zu gefallen, wie dies bei amerikanischen Politikern der Fall ist. Amerikanische Politiker jedoch sind ausgesprochen unideologisch … Was aber wäre, wenn sie aufrichtig und leidenschaftlich glaubten, dass jedes Element ihres Parteiprogramms durch ein höheres Wesen vorherbestimmt ist, und dass dies tatsächlich der einzige Grund ist, warum ihre politische Partei überhaupt existiert? Angenommen, ihre Gegner wären willens und in der Lage, ihre Karrieren zu zerstören oder sie gar zu töten, wenn sie zu erkennen gäben, dass ihre ganze Hingabe nur geheuchelt war?

Angenommen, ein Großteil der Massen hätte all das ernst genommen und meint, sie beim Wort nehmen zu können? Und angenommen, sie sind wirklich selbst davon überzeugt, dass die Einführung der Scharia [des islamischen Rechts] … die einzige Möglichkeit sei zu regieren? Mit anderen Worten, es gibt viele Gründe für Radikale, auch in der Regierung radikal zu bleiben…“ („The scariest sentence“, B. Rubin, JP Op-ed, 20.5.2012).

Warum der „Friedens“-Prozess tot ist

Hisham Jarallah, ein muslimisch-arabischer Reporter im Westjordanland, schrieb, der Friedensprozess sei tot, denn dem palästinensischen Präsidenten „Abbas ist doch tatsächlich jede Ausrede recht, nicht mit Israel an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Seine Forderung, Israel müsse den Siedlungsbau einstellen, klingt eher nach einem Witz: Hat er jetzt erst entdeckt, dass es im Westjordanland Siedlungen gibt?“ Bereits Arafat hatte jahrelang mit Israel verhandelt, während Siedlungen gebaut wurden. Und Abbas tat das gleiche, ehe Netanjahu Premierminister wurde.

„Mit der Forderung, Israel müsse die 1967er Linien als Grenzen eines künftigen palästinensischen Staates anerkennen, verlangt Abbas, dass Israel sich bereits im Vorfeld dazu verpflichtet, ihm alles zu geben – noch ehe die Verhandlungen wieder aufgenommen werden.

Die beiden neuen Bedingungen von Abbas – die Freilassung von Gefangenen und die Einfuhr von Waffen – kamen selbst für einige Palästinenser … überraschend. Es ist nicht im Geringsten klar, wie die Freilassung von Palästinensern, die an Terroranschlägen beteiligt waren, den Frieden voranbringen soll …“ Das gleiche gilt für zusätzliche Waffen für die palästinensische Autonomiebehörde.

Der Friedensprozess, so Jarallah, „starb an dem Tag, an dem im Jahr 2006 eine Mehrheit der Palästinenser in einer freien und fairen Wahl für die Hamas gestimmt hat. [Er] starb, als die Hamas die palästinensische Autonomiebehörde aus dem Gaza-Streifen vertrieb und dort ein islamisches Emirat errichtete.“ Eigentlich starb er, „als Yasser Arafat auf dem verpfuschten Camp-David-Gipfel im Jahr 2000 zum ehemaligen israelischen Premierminister Ehud Barak nein sagte …

Der Friedensprozess ist tot, weil eine Mehrheit in der arabischen und islamischen Welt sich immer noch nicht mit dem Existenzrecht Israels abfinden kann.“ („A Muslim Arab who gets it“, Israel matzav, israelmatzav.blogspot.co.il, 20.6.2012).

Besteht eine Aussicht auf Frieden mit der nächsten Generation? Eher nicht! „Ein durch die Vereinten Nationen und die palästinensische Autonomiebehörde finanziertes Kinderzentrum in Ostjerusalem hat ein Puppentheater aufgeführt, in dem Kinder dazu ermuntert wurden, das Rauchen aufzugeben und stattdessen mit Maschinengewehren bewaffnete Menschen zu werden, die Jerusalem von den Juden befreien.“

Palestinian Media Watch übersetzte ein Video der Vorstellung und machte deutlich, wie sehr diese im Einklang mit der islamischen Lehre stand. Sie „verherrlichte Tod und Gewalt und brachte den Kindern bei, Juden als ‚Feinde’ anzusehen, die palästinensische Kinder töten“. Eine der Puppen sprach von „Jerusalem, das uns vorenthalten wird; Jerusalem, dessen Jugend von den Juden umgebracht wird … Jerusalem, wir kommen; Jerusalem, die Zeit des Todes ist gekommen; Jerusalem, wir werden uns unseren Feinden nicht ergeben oder uns demütigen lassen.“ („Palestinian kids urged to give up smoking and kill Jews“, Israel Hayom, 9.7.2012).

„Mögen beschämt werden … alle, die Zion hassen!“ (Ps 129,5)

Intercessors for Israel hat diesen Vers immer wieder verkündet, und heute lässt Gott dies mit Israels Nachbarn geschehen. Ägypten ist zerrissen zwischen der Regierung durch den Militärrat und der parlamentarischen Regierung durch die Muslimbruderschaft. Syrien befindet sich mitten in einem entsetzlichen Bürgerkrieg. Im Libanon sind viele dagegen, dass die Terrororganisation Hisbollah bewaffnet ist, auch wenn sie an der Regierung ist. Und alle Versuche, aus der palästinensischen Autonomiebehörde in Judäa und Samaria und den Hamas-Terroristen in Gaza eine Einheitsregierung zu schmieden, endeten als Seifenblase.

Gott bewegte Kaiser Augustus (Lk 2,1; vgl. Spr 21,1) dazu, eine Volkszählung durchzuführen, die „den ganzen Erdkreis“ erfassen sollte. Dazu mussten die Familien ihre Heimatstädte aufsuchen, sodass der König der Juden in Bethlehem geboren wurde und damit die biblische Prophetie in Erfüllung gehen konnte (Mi 5,1; Mt 2,1-6; Lk 2,11). Sollten wir nicht erwarten, dass Er auch Vorbereitungen für die Wiederkunft Seines Sohnes trifft? Nationen mögen toben und die Führer der Welt mögen eitle Gedanken hegen, aber: „Der HERR hat im Himmel aufgerichtet seinen Thron, und seine Herrschaft regiert über alles.“ (Ps 103,19).

Ägypten

Ägyptens neue regierende Partei, die Muslimbruderschaft, hat folgendes Motto: „Allah ist unser Ziel. Der Prophet [Mohammed] ist unser Führer. Der Koran ist unser Verfassung. Der Dschihad ist unser Weg. Der Tod für Allah ist unsere größte Hoffnung.“ Damit sollten keine Zweifel mehr darüber bestehen, ob sie „moderat“ ist oder nicht.

Mohammed Badi’, ihr geistlicher Führer, schrieb am israelischen Unabhängigkeitstag: „An diesem Tag erinnern sich die arabischen und islamischen Länder … an die schlimmste Katastrophe, die den Völkern der Welt jemals widerfahren ist … Wir verlangen von der internationalen Gemeinschaft, diese historische Ungerechtigkeit [von 1948] in Ordnung zu bringen, und fordern von der Regierung des zionistischen Wesens, aus dem Land Palästina abzuziehen…“ („Muslim Brotherhood demands the destruction of Israel“, ICEJ News, 1.6.2012).

Im Juni predigte er: „Wie glücklich werden die Muslime sein, wenn alle muslimischen Herrscher die palästinensische Sache zu einer zentralen Angelegenheit machen … mit dem einzigen Ziel, die Al-Aqsa-Moschee [auf dem Tempelberg] zurückzubekommen, sie von dem Dreck der Zionisten zu befreien und die islamische Souveränität über dem geliebten Land Palästina auszurufen…“ („… MB Calls For Jihad To Liberate Palestine“, MEMRI, 23.7.2012).

Barry Rubin stellte die verzerrte Wahrnehmung heraus, welche die Regierung Obamas von der Muslimbruderschaft hat. „Die interessante Nachricht war nicht, dass US-Außenministerin Hillary Clinton etwas entgegengeschleudert wurde, während sie Kairo besuchte, sondern vielmehr, wer es tat. Einst wurden US-Regierungschefs von antiamerikanischen Radikalen beworfen. Aber heute … Berichten zufolge seien die Werfer Mitglieder der Partei Freier Ägypter gewesen, zusammen mit anderen ägyptischen Liberalen. Zur gleichen Zeit lehnten es führende [ägyptische] Christen … ab, sich mit [Clinton] zu treffen. Warum? Weil diese Menschen die Obama-Regierung als Verbündete der Muslimbruderschaft ansehen.

Das mag … weit hergeholt klingen, aber … [in] den Aufsätzen liberaler Araber, in den Äußerungen von Persönlichkeiten aus einflussreichen arabischen Kreisen vom Persischen Golf, in den Gesprächen syrischer, türkischer, iranischer und libanesischer Oppositioneller gilt es mittlerweile als selbstverständlich, dass die US-Regierung den Islamisten hilft …

Es sind also die Liberalen, die Demokraten und die Gemäßigten, die Amerika inzwischen als ihren Feind betrachten … Diese Kritiker haben einen stichhaltigen Beweis. In Obamas Rede in Kairo ging es genau darum, die Nahost-Länder dazu zu ermutigen, von einer nationalen – hauptsächlich arabischen – zu einer islamischen Identität zu gelangen. Obama lud die Muslimbrüder dazu ein, vorne mit dabei zu sein. Und als die Unruhen in Ägypten begannen … forderte [er] das Ende des Regimes … [und sagte], die Vereinigten Staaten hätten nichts dagegen, wenn die Muslimbrüder in Ägypten die Regierung übernähmen…

Und in Syrien unterstützte die Obama-Regierung eine durch die Muslimbrüder dominierte Führung im syrischen Nationalrat. Die islamistische Türkei war aus der Sicht des Weißen Hauses das ideale [islamische] Land. Obama lobte sie überschwänglich und kritisierte so gut wie nie, dass sie sich der Hisbollah, der Hamas, dem Iran … zuwandte und fanatisch anti-israelisch wurde …“ („Obama’s Egypt policy“, B. Rubin, JP Op-ed, 22.7.2012).

Syrien

Seit dem Sommer wurde die ohnehin schlimme Lage in Syrien katastrophal. Nun kann Israel sehen, was noch gefährlicher ist als die Tatsache, dass der syrische Präsident Baschar al-Assad über das weltweit größte Arsenal an chemischen und biologischen Waffen verfügt: wenn nämlich diese Waffen in die Hände derer gelangen, die Assad zurzeit bekämpfen, oder wenn Assad sie der Hisbollah überlässt, oder wenn er sie „mit Liebesgrüßen nach Israel“ schickt. Vor dem Assoziationsrat Europäische Union – Israel warnte Israels Außenminister Lieberman: „Sobald wir erfahren, dass die Syrer chemische und biologische Waffen an die Hisbollah übergeben, ist dies … ein klarer ‚Casus Belli’.“ Er benutzte damit den lateinischen Ausdruck zur Rechtfertigung eines Krieges und fügte hinzu: „Wir werden entschlossen, unverzüglich und uneingeschränkt handeln … und wir hoffen auf das Verständnis der internationalen Gemeinschaft.“ („Israel Will Go to War if Hizbullah Gets Chemical Weapons“, Arutz 7, 24.7.2012).

Doch Israel wird beschuldigt werden, egal, wie es versucht, sich zu schützen. Mit wenigen Ausnahmen hat die Welt Israels Reaktionen auf Raketenangriffe aus Gaza verurteilt. Damit hat sie zur Genüge bewiesen, dass die einzigen Juden, die sie achtet und ehrt, tote Juden sind.

Mittlerweile unterwandern fundamentalistische islamische Dschihadisten die Armee der syrischen Rebellen und kämpfen Seite an Seite mit ihr. Wie berichtet wird, begehen in Syrien „durch die Vereinigten Staaten unterstützte Rebellen Völkermord an Christen. Sie plündern Kirchen und drohen damit, die von den Rebellen gehaltenen Gebiete von Christen zu säubern.

Es findet eine Massenflucht durch Tausende von Christen statt …“ („Muslim Persecution of Christians“, R. Ibrahim, Gatestone Institute, www.gatestoneinstitute.org, 26.7.2012).

Im Nahen Osten ist es tatsächlich so, dass Christen unter diktatorischen Regierungen stets sicherer gelebt haben als unter islamischen. Demokratie in westlichem Stil wird letztendlich in jeder Gesellschaft scheitern, die nicht auf jüdisch-christlichen Rechts- und Ethikgrundsätzen aufbaut und an diesen festhält.

Der Iran

Clifford D. May, Präsident der amerikanischen Foundation for Defense of Democracies (Stiftung zur Verteidigung der Demokratien), schrieb: „Wir können nicht länger so tun, als wüssten wir nicht, was die Herrscher im Iran vorhaben. Sie sagen es uns ehrlich, eindeutig und immer wieder.“ Am 20. Mai zum Beispiel „versprach Generalmajor Hassan Firouzabadi, Stabschef der iranischen Streitkräfte, ‚das zionistische Regime Israels vollständig zu vernichten’. 

Ein paar Tage vorher, während eines Vortrages im Jerusalemer Zentrum für öffentliche Angelegenheiten … erinnerte der ehemalige spanische Ministerpräsident José Maria Aznar an eine ‚private Diskussion’ mit dem iranischen Oberhaupt Ali Khamenei im Oktober 2000 in Teheran. Dieser sagte zu ihm: ‚Israel muss bis auf die Grundmauern niedergebrannt werden und von der Erdoberfläche verschwinden.’“ Aznar stellte noch klar: „Er meinte das physische Ende durch militärische Gewalt.“

„Weiterhin sagte Khamenei zu Aznar, das Ziel der islamischen Revolution von 1979 habe sich nicht geändert – die Welt von zwei Übeln zu befreien: von Israel und von den Vereinigten Staaten. Irgendwann müsse es zu einer ‚offenen Konfrontation’ kommen. Khamenei sagte, es sei seine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass der Iran sich durchsetzt. Vor diesem Hintergrund ist es unmöglich, weiter so zu tun, als ob die Beschaffung von Atomwaffen für Khamenei nicht vorrangig wäre …“, und damit natürlich auch für den Iran.

Aznar sagte auch, er habe dem russischen Präsidenten Putin davon abgeraten, dem Iran Boden-Luft-Raketen zu verkaufen. Putins Antwort: „Keine Bange, ich, Sie, wir können ihm alles verkaufen, selbst wenn wir uns Sorgen machen um eine iranische Atombombe … Denn letzten Endes wird sich Israel darum kümmern.“ („What Iran’s rulers want“, C. May, Israel Hayom, 24.5.2012).

Auf einer Antidrogenkonferenz in Teheran, die auch von den Vereinten Nationen unterstützt wurde, sprach Irans Vizepräsident Mohammad-Reza Rahimi. Er sagte, „der Talmud, eine zentrale Schrift im Judentum, sei verantwortlich für die Verbreitung illegaler Drogen in der Welt, und er lehre, ‚jeden zu vernichten, der sich den Juden widersetzt’. Laut Rahimi gebe es einen Unterschied zwischen Juden, die ‚aufrichtig dem Propheten Moses nachfolgen’, und den Zionisten, welche die ‚Drahtzieher des internationalen Drogenhandels’ seien… 

Außenminister Lieberman reagierte … in einer Presseerklärung: ‚Die Tatsache, dass Repräsentanten der Vereinten Nationen und europäischer Staaten immer noch an Konferenzen in Teheran teilnehmen, wo antisemitische Ansichten der abscheulichsten Art ausgesprochen werden, legitimiert das iranische Ayatollah-Regime, welches auf der ganzen Welt den Frieden gefährdet.’“ („At UN event, Iranian VP launches into anti-Semitic tirade“, Israel Hayom, 27.6.2012).

Elliott Abrams, ein Fachmann für Nahost-Studien im amerikanischen Council on Foreign Relations (Rat für auswärtige Beziehungen),schreibt, die Aussage des iranischen Vizepräsidenten zeige, „dass die Vermutungen hinter den Atomverhandlungen mit dem Iran zumindest fragwürdig sind“. Sie beruhen auf der Annahme, dass die Führer des Irans auf harte Sanktionen genauso reagieren würden wie der Westen und „Kosten und Nutzen des Atomprogramms … gegeneinander abwägen…

Welchen Einfluss sehen wir im irrationalen Hass auf Juden? Wie gewichten wir eine tiefe Sehnsucht, den jüdischen Staat zu vernichten? Wie bewerten wir die Wirkung von Glaubensvorstellungen, die uns hier im Westen absurd, albern und unmöglich erscheinen? Oder besser gefragt: Wie beurteilen das die Israelis?

Viele Historiker … haben daran erinnert, dass oft nicht logisch gedacht wird. Staatsmännische Kunst wird oftmals durch ideologische Besessenheit verdrängt, und Hass ist oft mächtiger als rationale Berechnung. Nur weil wir glauben, es sei vernunftwidrig von iranischen Politikern, solche Reden zu schwingen oder ihre Wirtschaft zugrunde zu richten, um Atomwaffen zu bekommen, oder Israel zu bedrohen, heißt das noch lange nicht, dass so etwas nicht geschieht oder geschehen wird …“ („The voice of Iran“, E. Abrams, Israel Hayom, 28.6.2012).

Daniel Tauber hält fest, dass Bibi Netanjahu vorgeworfen wird, er würde die iranische Bedrohung überbewerten. Es stimmt, seine Warnungen waren sehr eindringlich. „Selbst

2006 als Oppositionsführer erklärte [er]: ‚Wir befinden uns im Jahr 1938 und der Iran ist Deutschland. Und der Iran bewaffnet sich schnellstmöglich mit Atombomben…’ Netanjahu zeigt auch keine Scheu davor, den Holocaust als Beispiel heranzuziehen. Am Holocaust-Gedenktag sagte er, ‚Angst davor zu haben, die Wahrheit zu sagen, die da lautet, auch heute gibt es jene, die danach streben, Millionen von Juden zu vernichten, bedeutet, den Holocaust außer Acht zu lassen und seine Opfer zu beleidigen’.“

Es wäre „beruhigend“, so Tauber, wenn man glauben könnte, dass der Westen auch ohne diese Warnungen „einen Beschluss gefasst und es selbst übernommen hätte, dem Iran Einhalt zu gebieten … Dies aber wäre eine Illusion. Bis vor Kurzem war Netanjahu der einzige Staatsführer, der über die atomaren Bestrebungen des Iran sprach…

Gleich nach seinem Amtsantritt entschuldigte sich Präsident Obama bei der muslimischen Welt, stellte das jüdische Leid im Holocaust mit der palästinensischen Vertreibung bei der Staatsgründung Israels gleich, machte Werbung für Verhandlungen mit dem Iran und bestätigte das ‚Recht’ des Iran auf Atomenergie …“

In den vergangenen Jahrzehnten wurden Indien, Pakistan und Nordkorea zu Atommächten. Hätte es nicht 2007 einen mutmaßlich israelischen Angriff gegeben, wäre heute auch Syrien dabei. „Vor diesem Hintergrund ist es kaum vorstellbar, dass die westlichen Mächte den Iran von sich aus so sanktioniert hätten, wie es jetzt geschehen ist … Netanjahu aber drängte sie zu handeln. [Er] stellte … klar, dass Israel einen nuklear ausgerüsteten Iran als existentielle Bedrohung ansieht. Zusammen mit Israels früheren einseitigen und wagemutigen Militäraktionen, um sich den Rücken zu stärken, überzeugte Netanjahus Rhetorik die westlichen Regierenden davon, dass, wenn sie den Iran nicht aufhalten, Israel eigenmächtig handeln würde, ungeachtet des regionalen Aufruhrs, der daraus entstehen würde.“ („Can Netanyahu’s messianism save us?“, D. Tauber, JP Op-ed, 3.7.2012).

Es ist gut möglich, dass Israel trotzdem noch angreifen muss. Bitte betet für seine Verantwortlichen, dass sie sich in all ihren Überlegungen von Gott leiten lassen. „Viele Gedanken sind im Herzen eines Mannes; aber der Ratschluss des HERRN, er kommt zustande.“ (Spr 19,21).

Iranische Darstellung vom Ende der Tage

Reza Kahlili (das ist der Deckname für einen ehemaligen CIA-Agenten in der iranischen Revolutionsgarde), Mitglied der Einsatzgruppe für die nationale und innere Sicherheit und Lehrer an der Akademie des militärischen Abschirmdienstes der Vereinigten Staaten, schrieb: „Irans geistliches Oberhaupt [Ayatollah Khamenei] sagt … sein Land müsse sich auf Krieg und ‚das Ende der Zeiten’ einstellen…“ Am 6. Juli brachten alle staatlichen Medien im Iran diese Nachricht und betonten seine „Botschaft vom Kommen des letzten islamischen Messias“, dem zwölften Imam oder Mahdi.

Kahlili erklärt: „Nach der schiitischen Theologie wird die Erde von großen Kriegen überzogen, in deren Verlauf ein Drittel der Weltbevölkerung durch Kämpfe und ein weiteres Drittel durch Hunger, Gesetzlosigkeit und Verwüstung sterben wird. Israel muss vernichtet werden, und erst dann wird der zwölfte Imam, der Mahdi, wiedererscheinen, alle Ungläubigen töten und die Flagge des Islam in allen Ecken der Welt hissen…

Nach einem Jahrzehnt der Verhandlungen mit dem Iran muss der Westen endlich weiterkommen und dem verbotenen Atomprogramm des Regimes ein Ende bereiten. Der jüngste Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde zeigt, dass der Iran … inzwischen genug nukleares Material für mindestens fünf Atomwaffen hat …“ („Iran Leader: We must prep for ’End of Times’“, R. Kahlili, WorldNetDaily, 9.7.2012).

USA schließen Israel von Antiterrorkonferenzen aus

Um die Türkei nicht zu kränken, verwehrten die Vereinigten Staaten Israel die Teilnahme am Globalen Forum zur Bekämpfung des Terrorismus, einem Gremium aus 29 Staaten, das sich in Spanien traf. In einem Leitartikel der New York Post hieß es: „Wenn es auf der Erde ein Land gibt, das weiß, was es heißt, ein Opfer des Terrorismus zu sein – und wie man diesen am besten bekämpft – dann ist es Israel. So sollte man meinen; es sei denn, man ist die Regierung Obamas.“

Israel wurde aber nicht nur nicht eingeladen, sondern auch vollkommen übergangen. „Bei den Terroropfern, die Maria Otero, die [US-]Unterstaatssekretärin für zivile Sicherheit, Demokratie und Menschenrechte, in ihren Anmerkungen zu [dem Forum] aufzählte, kam Israel nicht vor.“ („Israel excluded from Global Counterterrorism Forum at Turkey’s behest“, Israel Hayom, 15.7.2012).

Dr. Michael Widlanski ist ein Fachmann für arabische Politik und war Strategieberater im Ministerium für interne Sicherheit in Israel. Er schreibt: „Hochrangige  Sicherheitsfachleute in Israel sind beunruhigt über die Haltung der Obama-Administration gegenüber radikalen muslimischen Regierungen in der Region sowie über Obamas Bereitschaft, Israel von zwei Konferenzen zur Terrorbekämpfung auf höchster Ebene auszuschließen … Israelische Vertreter sagen, die Obama-Administration sei naiv oder sogar uninformiert in ihrer Ansicht über die jüngsten Umbrüche in arabisch-islamischen Staaten, insbesondere über die Ereignisse in Ägypten und in der Türkei …“ Beide Länder, so glaubt sie, würden derzeit von „gemäßigten Kräften“ regiert.

Der israelische Brigadegeneral der Reserve Amos Gilad war Abteilungsleiter im militärischen Nachrichtendienst und führte geheime Gespräche mit arabischen Führern. Er sagte, „die Vertreter der Vereinigten Staaten befänden sich in einer Art psychologischer Verweigerungshaltung, wenn es um ihr Gesamtbild vom sogenannten ‚arabischen Frühling’ geht …“ Freie Wahlen, so Gilad, würden oft zu islamischen Diktaturen führen. („Top Security Experts Concerned …“, M. Widlanski, The Algemeiner, www.algemeiner.com, 15.7.2012).

Unsere Verantwortung im Gebet

„Christmas Evans wusste, wie man betet und kannte deshalb die Kraft des Heiligen Geistes. Er betrachtete das Gebet nicht als etwas Passives oder Nebensächliches, sondern als Verantwortung, die ausgeübt werden muss. In einer Predigt über den Heiligen Geist erinnert er uns an diese häufig vernachlässigte Wahrheit. ‚[Der Messias] betet unseretwegen, ohne uns und unabhängig von uns. Der Heilige Geist aber tritt für uns ein und fleht in unseren Gebeten mit unaussprechlichem Seufzen [Röm 8,26]. Er handelt nie ohne uns. Er regt uns zum Beten an, aber das Beten selbst ist unsere Sache. Er bewirkt in uns das Wollen und das Tun Seines guten Willens. Aber Er will und tut es nicht für uns!’ Wenn wir Erweckung erleben wollen, müssen wir beten!“ (www.watchword.org).

„Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung.“ (Jak 5,16b)

Chuck und Karen Cohen

Quellen und Webseiten:
Arutz 7: www.arutzsheva.org
ICEJ: International Christian Embassy Jerusalem, www.icej.org.il
Israel Hayom: www.israelhayom.com
JP: Jerusalem Post, www.jpost.com
MEMRI: Middle East Media and Research Institute, www.memri.org
Die Bibelstellen wurden in der Regel nach der Elberfelder Bibel zitiert.