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Ersatztheologie

Eine „Watchmen from Jerusalem“ Lehre

Einführung

Die biblische Wahrheit gibt uns die Grundlage, die wir brauchen, um den Gott, der uns errettet hat, kennenzulernen und so zu leben, wie es Ihm gefällt. Die richtige biblische Lehre ermöglicht es uns auch, prophetische Zeichen in der heutigen Welt zu erkennen.

Für diejenigen jedoch, die der dämonischen Täuschung folgen, die als Ersatztheologie bekannt ist, bleiben gegenwärtige Ereignisse und ihre Beziehung zur Rückkehr des Messias Yeschua verschwommen und mysteriös. Solche Menschen, von denen viele unsere Brüder und Schwestern im Messias sind, glauben letztendlich einer Lüge…

Kurz gesagt ersetzt die Ersatztheologie Israel durch die Gemeinde. Die Gemeinde tritt an die Stelle Israels, und Israel wird lediglich zu einem Symbol.

Um die Offenbarung unseres Gottes, der sich selbst oft als JHWH (Jahwe), den Gott Israels, bezeichnet, wirklich zu erfassen, sollten wir das Alte Testament, den Tanach, so interpretieren, wie es Yeschua getan hat.

Die Ersatztheologie dagegen versteht einen Großteil des Tanach - die einzigen Schriften, die Yeshua gelesen hat - lediglich allegorisch und symbolisch.

Doch Yeshua hat besonders die prophetischen Aussagen wörtlich ausgelegt.

Wie können Vertreter der Ersatztheologie richtig verstehen, was Yeschua gelehrt hat, da  sich Yeschua immer wieder auf den Tanach als Beweistext bezogen hat?

Wenn dessen wahres Verständnis verzerrt ist, wenn das Volk und die Nation Israel - der umstrittene Faktor in diesem Endzeitdrama – jetzt einfach die christliche Kirche ist, wie werden dann Menschen auch nur ansatzweise verstehen können, was Gott tut, um dieses Zeitalter durch die Rückkehr Seines Sohnes nach Jerusalem zum Abschluss zu bringen?

  1. Ich verwende den messianisch-jüdischen Ausdruck für Jesus Christus, der Yeschua, der Messias, oder Messias Yeshua ist.
  2. Um zu verstehen, wie die Ersatztheologie in den frühesten Jahrhunderten der Kirche entstanden ist, gibt es eine hervorragende online-Übersicht in der Zeitschrift Word aus Jerusalem von Mai / Juni 2019, S. 4-7, In einem Artikel mit dem Titel „The Breach“ von Jürgen Bühler, Leiter der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem.

Watchmen from Jerusalem 3/2019

Shalom aus Zion,

wie viele von euch wissen, ist unser geschätzter Freund und Chucks Mitarbeiter in der Arbeit von Intercessors for Israel, Eliyahu Ben Haim, im Juni zu seinem Herrn gegangen. Sein Tod war unerwartet. Chuck wurde vom IFI-Leitungsteam gebeten, die Arbeit weiterzuführen. Wir bitten um euer Gebet für den IFI-Dienst und für uns.

Wächter, ist die Nacht bald hin?

„Der Wächter spricht: ‚Der Morgen ist angebrochen, und doch ist es noch Nacht!‘“ (Jes 21,11b-12a). In Jes 60,1-2 sagt der Prophet weiter: „Mache dich auf, werde Licht! Denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn erglänzt über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und tiefes Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.“

Wir befinden uns in jener Zeit, wenn der Morgen, das Licht und die Herrlichkeit in und durch Israel und den gläubigen Überrest scheinen, während die vorhergesagte „große Finsternis“ auf vielen Menschen außerhalb des Königreiches Gottes liegt.

Auch andere Stellen in der Schrift beschreiben diesen Gegensatz. Als die Plagen über die Ägypter kamen, wurden die Kinder Israel geschützt (2 Mose 8,22; 9,26).

In der Passah-Nacht schützte das Blut des Lammes alle, die es anwandten, vor dem Gericht Gottes (2 Mose 12,12-13), während alle Erstgeburt von Menschen und Tieren, die nicht unter dem Blut waren, starben (2 Mose 12,29).

Am Roten Meer trat Gottes Gegenwart zwischen die Ägypter und die Israeliten. Für die Ägypter war sie „eine Wolke der Finsternis“, doch Seinem Volk gab sie Licht (2 Mose 14,19-20).

Paulus sagt uns, dass wir in den letzten Tagen eine derartige Trennung zu erwarten haben und wir – die Kinder des Lichts – nicht überrascht sein sollen, wenn wir beobachten, wie die große Finsternis über die Welt kommt (1 Thess 5,1-9). Achtet darauf, was der Geist sagt: „ihr seid allzumal Kinder des Lichts und Kinder des Tages. Wir sind nicht von der Nacht, noch von der Finsternis. So lasset uns auch nicht schlafen wie die andern, sondern lasset uns wachen und nüchtern sein!“ (1 Thess 5,5-6). Dies unterstreicht die Mahnung des Herrn für jene Zeit, in der Er vor der Tür steht: „Sehet zu, wachet und betet! Denn ihr wisset nicht, wann die Zeit da ist“ (Mk 13:33).

Die Bibel – Israels Urkunde für das Land

Es ist eine Antwort auf Gebet, wenn wir lesen, dass israelische Amtsträger Gottes Wort gebrauchen, um Israels Anspruch auf das Land zu unterstreichen. Es gibt keinen besseren Ort, das Wort Gottes zu hören als in der UN, der „Löwengrube“ der Welt. Im April sagte Danny Danon, als er bei einer Sondersitzung des UN Sicherheitsrates gebeten wurde, den jüdischen Bezug zum Land zu begründen: „Die Bibel, die Geschichte, das internationale Recht und das Bemühen um internationalen Frieden und Sicherheit“.

Watchmen from Jerusalem 2/2019

Shalom aus Zion,

Die weltweite Zunahme schrecklicher Ereignisse scheint den Warnungen zu entsprechen, die die Bibel für die Endzeit gibt. Die Bibel vergleicht die letzte Zeit mit Geburtswehen, die schließlich immer häufiger und stärker werden. Wenn das stimmt, dann ist für Gottes Kinder das Gebot der Stunde biblische Fürbitte und der Schrei danach, dass Sein Reich komme und Sein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden (Lk 11,2).

Ergreife die mächtige Kraft der Fürbitte

Gott ändert Sein Wesen nicht (Mal 3,6; Jak 1,17) – aber als Antwort auf Gebet kann Er Seine Entscheidungen ändern. Sonst wären die vielen Ermahnungen zur Fürbitte und die mächtigen biblischen Zeugnisse über erhörtes Gebet lediglich Märchen.

Dennoch lesen wird an mehreren Stellen, dass Gott Menschen sucht, die vor Ihm in den Riss treten um angesichts Seines göttlichen Rechtes zur Ausübung von Gericht um Gnade bitten.

Hesekiel 22,30-31 spricht davon, dass Gott einen Fürbitter sucht, der im Gebet vor Ihn tritt, damit Er Seine Gnade zeigen kann (Jak 5,16b-18). Wenn sich jedoch kein Fürbitter findet, ergeht Sein gerechtes Gericht.

„Und ich suchte unter ihnen einen Mann, der eine Mauer bauen und vor mir für das Land in den Riss treten könnte, damit es nicht zugrunde gehe; aber ich fand keinen! Da schüttete ich meinen Zorn über sie aus, rieb sie im Feuer meines Grimmes auf und brachte ihren Wandel auf ihren Kopf, spricht Gott, der Herr.“

In 1 Mose 18,17 stellt Gott die Frage, ob Er vor Abraham verbergen kann, was Er im Begriff ist mit Sodom und Gomorra zu tun. Er wusste, dass Abraham für diese bösen Städte in den Riss treten würde. Obwohl die Fürbitte Abrahams Gottes Pläne veränderte, gab es jedoch nicht genügend Gerechte, um Gottes Gericht abzuwenden.

In Hes 16,49 werden uns die Augen dafür geöffnet, dass der erste Grund für die Zerstörung Sodoms nicht das Maß seiner Sünden war – sondern sein Stolz! Heutzutage erleben wir bei den Demonstrationen der Homosexuellen die Zurschaustellung einer ungeheuer arroganten Haltung des Menschen gegen Gott.

In 2 Mose 32 sehen wir an Mose, was biblische Fürbitte ist. Wieder ist es Gott, der hier zu Mose über den Grund Seines Gerichts über Sein Volk spricht. Wenn Gott Israel nur wegen seiner Verehrung des goldenen Kalbes hätte zerstören wollen, hätte Er nichts gesagt.

Watchmen from Jerusalem 1/2019

Shalom aus Zion,

zu Beginn dieses Neuen Jahres 2019 erkennen wir viele „prophetische“ Ereignisse, die in unserer Welt Wirkung zeigen: Gott-gelenkte Klimaänderungen, Kriege und Kriegsgerüchte in Israel und anderen Nationen des Nahen Ostens, der Einsatz wirtschaftlicher Macht durch den amerikanischen Präsidenten, um zu kontrollieren, wer von den USA kauft, und wer an die USA verkauft, das Ansteigen des Antisemitismus im Westen, die weltweite Zunahme der Verfolgung des Leibes Jesu – auch im Westen ... All dies und noch viel mehr bestätigt uns, dass wir der Rückkehr unseres Herrn Yeshua näher sind als viele denken möchten.

Unsere Schwierigkeit mit prophetischen Tabellen oder dogmatischen prophetischen Lehren ist, dass das erste Kommen des Messias im Alten Testament, dem Tanach, deutlich erwähnt ist, obwohl es niemand erkannte – außer hinterher.

Auf welcher Tabelle war abzulesen, dass der Messias in Bethlehem geboren werden würde, dann aus Ägypten gerufen würde und dennoch aus Nazareth kam? Im Rückblick erkennen wir, wie das alles geschehen ist, doch damals sahen die Menschen Gottes Plan wie durch einen dunklen Spiegel (1 Kor 13,12a).

Wenn wir nach vorne blicken, stellen wir schlaue Vermutungen an, doch jeder, der meint, Gott müsse so handeln, könnte das Handeln Gottes verpassen, weil Er nicht nach ihren Vorstellungen handelt.

Ich erinnere daran, was Petrus zu Pfingsten/Shavuot in Apg 2,16 sagte: „... dies ist das, was durch den Propheten ... gesagt worden ist“. „Dies ist das“, kann mit Gewissheit nur nach dem Geschehen gesagt werden.

Beten mit biblischer Perspektive

Wie vermeiden wir es nun, über unsere eigenen Interpretationen der endzeitlichen Ereignisse – nämlich wie Gott handeln könnte oder nicht – ins Stolpern zu kommen? Wir lesen und studieren das ganze Wort Gottes und beten entsprechend dem, was Gott uns zeigt. Auf diese Weise beten wir „mit dem Verstand“ (1 Kor 14,15), weil uns Gottes Wort durch Seinen Geist, der uns auch im Gebet leitet, offenbart wird. In diese Spur finden wir nur hinein, wenn wir sowohl einen beständigen Hunger nach Seinem Wort (Jer 15,16) als auch eine tiefe Hingabe zu ausdauerndem Gebet haben (Lk 18,1).

Bei Intercessors for Israel erleben wir es, dass Gott uns, wenn wir immer wieder für eine Sache mit dem Verständnis, das wir haben, beten, Er uns neue Einblicke in dieses Thema geben kann – einschließlich von Dingen in Seinem Wort, die wir bis dahin in diesem Zusammenhang noch nie gesehen haben.

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