Wachen und Beten - Februar 2021

Wir sind am Anfang des neuen Jahres, und wissen noch nicht, was es uns bringen wird.

Bist du dennoch auch mit mir dankbar, dass du in dieser Zeit der Menschheitsgeschichte lebst? Ich meine dabei ein Leben in der Gewissheit, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, dass Er im Himmel regiert. Jesus hat uns den Heiligen Geist gesandt, damit wir in direkter persönlicher Beziehung zu Ihm leben können, in dem Bewusstsein, dass Er bei uns ist bis ans Ende der Weltzeit. „Siehe, ich (Jesus) bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Weltzeit!“ (Mt 28,20) Jesus kennt uns, Er sorgt für uns, wir sind völlig geborgen in Ihm (Siehe zum Thema „Lebenspraxis“ unter Punkt 3) – und Er will uns außerdem auf ein sehr wichtiges Ziel hinführen.

Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündiget, der euch aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat“ (1 Petr 2,9).

Die Aufgabe des Priesters werden an seiner Dienst - Kleidung sichtbar, mit der er auf der Brust an der Stelle des Herzens und auf den beiden Schultern die Namen der Stämme des Gottesvolkes trug. Sein Dienst, seine Aufgabe bestand darin, durch die Lehre der Ordnungen Gottes (Hosea 4,4-6) und durch die Darbringung von Opfer und Gebet für die Nation einzutreten, damit Gott die Nation segnen konnte.

Diese Aufgabe ist nach dem Opfertod Jesus der Gemeinde Jesu übertragen. Deshalb wollen wir zuerst für die Gemeinde in unserem Land beten.

1. Gemeinde

An der Situation der St. Martini Gemeinde in Bremen mit ihrem Pastor Olaf Latzel wird sichtbar, dass auch in unserem Land der Kampf um die Verkündigung der Wahrheit des Wortes immer mehr zunimmt. Auf Wikipedia gibt es einen längeren Artikel, der die sich seit Jahren verschärfende Entwicklung beschreibt. Die wachsende Auseinandersetzung um die Predigt des Wortes Gottes und den Aufruf, diese Wahrheit durch Umsetzung im persönlichen – und damit auch gesellschaftlich-politischen Leben unseres Landes – sichtbar zu machen, wird deutlich erkennbar.

Hier folgen einige Auszüge aus dem Wikipedia-Beitrag:

„Latzel wurde schon bald nach seinem Amtsantritt in St. Martini durch sein konsequentes Eintreten für deren streng konservative Gemeindeordnung öffentlich bekannt. Unter anderem lehnt er die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare und die Frauenordination ab. Im Mai 2008 bot Latzel die Gemeinderäume für das umstrittene Seminar ‚Homosexualität verstehen – Chance zur Veränderung‘ an, nachdem es auf öffentlichen Druck vom damaligen Christival wieder ausgeladen worden war … Am 18. Januar 2015 hielt Latzel eine umstrittene Predigt über einen Abschnitt des biblischen Buches der Richter, in dem Gideon die heidnischen Heiligtümer seiner Heimatstadt zerstört. Nach Latzel haben heutige Christen die Pflicht, diesem Beispiel zu folgen und beispielsweis Talismane, Amulette und Buddhastatuen aus ihren Wohnungen zu entfernen. Weiterhin bezog Latzel Gideons Beispiel auf die deutliche Abgrenzung des Christentums vom Islam. Wörtlich sagte er:

‚Wir brauchen klare Verkündigung von Jesus Christus. Und immer wieder klar zu sagen: Es gibt nur einen wahren Gott. Wir können keine Gemeinsamkeit mit dem Islam haben. Das heißt nicht – das sag ich auch in aller Klarheit –, dass wir nicht den Muslimen in Liebe und Nähe begegnen zu haben. Das ist ganz wichtig. Gott unterscheidet zwischen der Sünde und dem Sünder. Sünde und Sünder sind unterschieden. Das absolute Nein zur Sünde, aber das Ja zum Sünder ... Bundespräsident Wulff hatte gesagt: ‚Der Islam gehört zu Deutschland.‘ Der Islam gehört nicht zu Deutschland. Die Muslime, die hier leben – ja, absolut. Aber der Islam hat nichts zu tun mit dem Gott, von dem es in der Präambel unseres Grundgesetzes heißt: ‚Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen […]‘…. Außerdem wandte sich Latzel gegen interreligiöse Gottesdienste:

‚Es gibt nur einen wahren Gott. Wir können keine Gemeinsamkeit mit dem Islam haben. […] Und wenn EKD fordert: ‚Nein, wir müssen das zusammen machen‘ – es gibt landauf, landab bei den Landeskirchen gemeinsame Gottesdienstentwürfe für Schuleröffnungen. Da beten dann eben der Pfarrer und der Imam und der Katholik alle zusammen, zu vermeintlich dem einen Gott. Das ist Sünde, und das darf nicht sein! Davon müssen wir uns reinigen!‘

Der Schriftführer (theologische Repräsentant) der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK), Renke Brahms, kritisierte die Äußerungen in Latzels Predigt vom 18. Januar 2015 und nannte sie ‚geistige Brandstiftung‘. 

Latzel selbst verteidigte seine Predigt mit der Aussage, dass er nicht ausländerfeindlich sei, sondern gegen ‚Religionsvermischung‘. Für ihn gebe es nur einen Gott, und das predige er auch den Gläubigen seiner Gemeinde.

Seit der Corona-Krise ab Februar 2020, als die persönliche Gottesdienstteilnahme verboten war, strahlt Latzel per YouTube Aufzeichnungen oder Livestreams seiner Gottesdienste ohne Besucher aus, die zwischen 10.000 und 70.000 Mal (26. April 2020) aufgerufen wurden. Die Zahl der Abonnenten seines YouTube-Kanals stieg auf über 20.000 (6. Juli 2020).

Harsche pauschale Kritik an den über 20.000 Abonnenten des YouTube-Kanals Latzels übte dessen Amtskollege Bernd Klingbeil-Jahr von der Bremer evangelischen Friedenskirche, Gründer eines ‚Bündnisses für Respekt‘ gegen Latzel. In einem Beitrag der Sendung ‚buten un binnen‘ von Radio Bremen bezeichnete er sie als ‚ein Mischfeld aus christlichen Fundamentalisten und Faschisten‘. ‚Aus diesem braunen Mob‘ heraus würden Aktionen geplant und durchgeführt, ‚die diese Gesellschaft verändern.‘“

https://de.wikipedia.org/wiki/Olaf_Latzel

Wie ihr alle in den letzten Ausgaben von „Wachen und Beten“ mitverfolgen konntet, hat der Widerstand gegen die Predigt des Wortes Gottes in letzter Zeit stark zugenommen – sowohl von gesellschaftlich-politischer Seite als auch aus den Reihen der evangelischen Kirche.

Wir möchten nun auf die neueste Entwicklung im Zusammenhang mit der Verurteilung Pastor Latzels vom 25. November 2020 und dem Predigtverbot für Pastor Latzel durch die BEK eingehen.

Am 10. Dezember 2020 sprach der Kirchenausschuss der BEK ein Predigtverbot gegen Pastor Latzel aus und hat ihn mit sofortiger Wirkung des Dienstes enthoben.

Am 20. Dezember 2020 äußerte sich der Vorstand der Evangelischen Kirchengemeinde St. Martini zu dem gerichtlichen Verfahren und der Dienstenthebung ihres Pastors. Aus Platzgründen ist es nicht möglich, die gesamte Stellungnahme des KV hier wiederzugeben.

„Liebe St. Martini Gemeinde,

…. Durch die vorläufige Dienstenthebung sind Pastor Latzel alle Dienste an oder für seine Gemeinde St. Martini verboten. Er darf weder in oder außerhalb von St. Martini predigen, keine Verkündigung im Internet halten, keine auswärtigen Evangelisationen durchführen. Es ist ihm zudem untersagt, alte und kranke Glieder seiner Gemeinde zu besuchen und ihnen beizustehen; er darf den Konfirmandenunterricht nicht mehr fortführen, keine Sterbenden begleiten, keine Beerdigungen vornehmen, keine Hintergrunddienste in der Verwaltung erledigen und vieles andere, was er normalerweise als Hirte unserer Gemeinde tut. Dieses gilt auch, wenn es von den Betroffenen ausdrücklich gewünscht wird …

Wir haben uns als Vorstand – auf den ausdrücklichen Wunsch unseres Pastors – in den letzten Wochen und Monaten mit öffentlichen Äußerungen extrem zurückgehalten … Des Weiteren haben wir schweigend ertragen, dass sich der Schriftführer der BEK, Herr Pastor Dr. Kuschnerus, in seiner öffentlichen Botschaft zum Reformationstag 2020 grundsätzlich dagegen aussprach, moralische Normen aus Anordnungen Gottes oder aus der Bibel herzuleiten. Dies sei ein Gebots-Fundamentalismus, so seine Worte. Vielmehr seien Menschen frei, ‚... selbst zu beurteilen und miteinander auszuhandeln, was im Sinne der Liebe jeweils das richtige ist.‘

Ein aus unserer Sicht unfassbarer Vorgang, der nicht nur den Kern des Christentums in Frage stellt, sondern sich auch direkt gegen unseren gelebten Glauben in St. Martini richtet …

Wie kann es sein, dass ein bibeltreuer Pastor von der Kirche zum Schweigen gebracht wird, die ersten Repräsentanten der Bremischen Evangelischen Kirche jedoch öffentlich Ideologien verbreiten dürfen, die eindeutig gegen die Bibel und gegen alle Bekenntnisse der Reformation gerichtet sind? ...

Liebe Geschwister, in den letzten Tagen haben wir uns als Vorstand eingehend mit der Frage beschäftigt, wie es nun weiter gehen kann …

Der Vorstand der Gemeinde ist der festen Überzeugung, dass es sich bei diesen Geschehnissen um einen geistlichen Kampf handelt, wie es in Epheser 6,10-20 beschrieben wird. Damit wollen wir ausdrücklich nicht einzelne Mitglieder des Kirchenausschusses verurteilen, das steht uns nicht zu, sondern wir wollen auf den Hintergrund dieser ganzen Geschehnisse hinweisen.

Um in solchen Kämpfen zu bestehen ist es wichtig, dass gebetet wird, wie die Heilige Schrift es lehrt. Darum bitten wir Sie alle, die Sie diese Erklärung jetzt hören oder später lesen: Bitte beten Sie.

• Beten Sie um Schutz und Leitung für uns als St. Martini Gemeinde.
• Bitte beten Sie um besondere Behütung und Segnung für unseren Pastor.
• Bitte beten Sie um Weisheit für uns als Vorstand, dass bei all den anstehenden Entscheidungen alles im Sinne Jesu beschieden wird.
• Bitte beten Sie auch für den Kirchausschuss, dass seine Mitglieder erkennen, dass sie ihre Entscheidungen vor Gott, dem HERRN, verantworten müssen und dass die Mitglieder des Kirchenausschusses durch Jesus mit Erkenntnis der Wahrheit gesegnet werden.
• Und bitte beten Sie, dass Pastor Latzel möglichst bald wieder als Verkündiger des Evangeliums auf der Kanzel steht.

Liebe Geschwister, wir stehen in einem schweren Sturm, der uns vieles abverlangt. Aber wir wissen uns getragen von dem, dem Wind und Meer gehorsam sind:

Jesus Christus. Ihm allein alle Ehre!“

Am 10. Januar hat die "Arbeitsgemeinschaft missionarische Kirche" (Verbund von 7 Kirchengemeinden in Bremen) in einem Offenen Brief die Bremische Evangelische Kirche aufgefordert, die vorläufige Dienstenthebung von Pastor Olaf Latzel zurückzunehmen. In dem von neun Bremer Pastoren unterzeichneten Schreiben kritisierten die Theologen eine "unchristliche Hetze" gegenüber Latzel.

Wir können beten

Wir machen uns mit den Gebetsanliegen, die der Kirchenvorstand in seiner Stellungnahme genannt hat, eins. Wir wollen darüber hinaus beten

  • und Jesus danken, dass es noch Pastoren in unserem Land gibt, die die Wahrheit des Wortes Gottes kennen und verkündigen. „… wir aber wollen im Gebet und im Dienste des Wortes verharren“ (Apg 6,4).
  • und Jesus danken, dass der Widerstand gegen die Verkündigung zu einer starken Zunahme der Hörerschaft des Evangeliums beigetragen hat (2015 waren etwa 300 Hörer der St.Martini Gemeinde Bremen auf YouTube, 2020 manchmal bis zu 70 000). „Und das Wort Gottes nahm zu, und die Zahl der Jünger mehrte sich sehr …“ (Apg 6,7).
  • für klare Entscheidungen unter den Gläubigen in unserem Land, die Wahrheit der Bibel zu bekennen und zu leben. „Seid aber Täter des Wortes und nicht Hörer allein, womit ihr euch selbst betrügen würdet“ (Jak 1,22).
  • ...

2. Regierung – Wahlen

In diesem Jahr gibt es in unserem Land insgesamt 9 Wahltermine zu unterschiedlichen Gremien.

14 März Hessen Kreistage, Stadtverordnete, Gemeindevertretung …
14 März Baden-Württemberg Landtag
14 März Rheinland-Pfalz Landtag
6 Juni Sachsen-Anhalt Landtag
12 Sep Niedersachsen Kreistage, Stadtverordnete, Gemeindevertretung …
26 September Bundestag
26 September Berlin Abgeordnetenhaus, Bezirksverordnetenversammlung …
26 September Mecklenburg-Vorpommern Landtag
26 September Thüringen Landtag

Gottes Wille ist es, dass „wir in Ruhe und Frieden leben können, in Ehrfurcht vor Gott und in Rechtschaffenheit. So ist es gut und gefällt Gott, unserem Retter. Er will, dass alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen und gerettet werden“ (1 Tim 2,4) Das sagt Gott, nachdem Er Seiner Gemeinde Gebet als erste und wichtigste Aufgabe genannt hat.

In unserem Land schwören die Abgeordneten des Bundestages folgenden Amtseid

„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe." – Der Eid kann auch ohne religiöse Beteuerung geleistet werden (Art. 56 Satz 2 GG).

 Das Grundgesetz beginnt in seiner Präambel mit den Worten

Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen … hat das deutsche Volk … dieses Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland beschlossen.“

Damit stellt das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland die Anforderungen fest, die jeder Amtsträger in unserem Land – gleichgültig ob Stadtverordneter oder Bundeskanzler – zum Wohle des Volkes erfüllen sollte.

In der politischen Umsetzung ist die Politik inzwischen in vielen Bereichen davon abgerückt. Als ein Beispiel nenne ich die Moralgesetzgebung.

Ehe und Familie, die von Gott als Fundament der Gesellschaft und des menschlichen Zusammenlebens genannt sind, wird von unserer Gesetzgebung zunehmend zerstört.

• im Juni 2017 hat der Bundestag „Gleichstellung homosexueller Paare bei der Ehe“ beschlossen.

• im Mai 2019 gibt die derzeitige Familienministerin Franziska Giffey bekannt:

„‚Familie ist da, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen – egal ob verheiratet, unverheiratet, alleinerziehend, Patchwork- oder Regenbogenfamilie.‘

Klar und deutlich: Laut Familienministerin Franziska Giffey braucht es also keinen Vater, keine Mutter und nicht einmal Kinder, um eine Familie zu bilden. Das ist die völlige Auflösung des natürlichen Begriffs von Familie. Familie wäre demnach alles und somit nichts.

In der Debatte um die geplante Reform des Abstammungsrechts fordern die ehemalige SPD-Bundesjustizministerin Katarina Barley und Bündnis 90/Die Grünen, dass sich lesbische Frauen in einer ‚Ehe für alle‘ oder eingetragenen Partnerschaft als ‚Mit-Mutter‘ registrieren lassen können.

Die FDP fordert Embryonen- sowie Eizellenspende und Leihmutterschaft zu legalisieren, um u.a. homosexuellen Paaren Elternschaft zu ermöglichen. Damit würden Frauen ausgebeutet und das Kind zur Ware degradiert. Außerdem könnte dies dazu führen, dass Kinder bis zu fünf Eltern hätten. Das Kindeswohl spielte keine Rolle mehr und die Familie wäre der totalen Beliebigkeit zum Opfer gefallen. Die politische Linke hätte ihr Ziel erreicht.“  („Familie am Abgrund“; Aufklärungsbroschüre von Demofüralle)

Dies ist einer der vielen Bereiche, in dem sich unsere Politik zum Schaden unseres Landes gegen den Willen Gottes stellt.

Durch die vielen bevorstehenden Wahlen gibt es die Möglichkeit, Personen mit einer gottgefälligen Haltung für die Entscheidungsgremien unseres Landes aufzustellen und diese dann auch hineinzuwählen.

Wir können beten

  • dass viele Gebetskreise und Gemeinden ihren Auftrag, für Regierende zu beten, besonderes in den kommenden Monaten intensiv wahrnehmen. „Das Erste und Wichtigste, wozu ich die Gemeinde aufrufe, ist das Gebet … Betet für die Regierenden und für alle, die Gewalt haben“ (1 Tim 2,1-2).
  • dass Männer und Frauen aufgestellt werden, die ihr Amt in Gerechtigkeit und Gottesfurcht ausüben wollen. „Dem Herrn gehorchen heißt: das Böse hassen. Ich verabscheue Überheblichkeit und Hochmut, unrechtes Tun und lügnerisches Reden“ (Spr 8,13).
  • dass Gott Menschen in Ämter einsetzt, die es mit der Einstellung Davids ausüben wollen. „Ich halte Ausschau nach allen im Land, die treu und zuverlässig sind; mit solchen Leuten umgebe ich mich. Wenn jemand ein vorbildliches Leben führt, dann nehme ich ihn in meinen Dienst“ (Ps 101,6).
  • dass diese Personen in der Zeit des Wahlkampfes positiv auftreten und von den Medien entsprechend dargestellt werden.
  • dass Gott in den einzelnen Wahlen Wunder tut und überall „Seine Leute“ durchbringt
  • dass das eine Veränderungen im Land bewirkt, die eine Umkehr zu biblischen Werten in der Politik möglich macht

3. Alle Menschen im Land - Corona

Wie gehen wir als Christen mit schwierigen Situationen, mit persönlichem Leid um?

Aus einem Kommentar zum Buch Hiob:

„Die Art und Weise, wie das Buch Hiob das Geheimnis des Leidens anspricht, ist sehr komplex: In der Tat behandelt das Buch das Leiden aus fünf Perspektiven.

  1. Der inspirierte Erzähler: Leiden ist ein geistlicher Kampf um Gottes Ehre.
  2. Die drei Freunde: Leiden ist die Folge der Sünde des Menschen.
  3. Hiob: Leiden ist ein unerklärliches und verwirrendes Problem.
  4. Elihu: Leiden ist ein Reinigungsprozess von Gott.
  5. Gott: Leiden ist ein Aufruf zu Vertrauen und Unterwerfung.“ (Kommentar zur KJV Study Bible, Barrett)

Alle 5 Perspektiven finde ich sehr hilfreich. Die fünfte von ihnen ist ausschlaggebend für die Lebenspraxis.

Wenn ich wirklich Glaube,

• dass Jesus auf dem Thron sitzt

• dass Er regiert über alle Fürstentümer und Gewalten

• dass Er sich um mein persönliches Leben liebevoll kümmert – bis hin zu jedem einzelnen Haar auf meinem Kopf (Lk 21,18),

dann gibt es auch in dieser Situation des persönlichen Leides zwei angemessene Erst-Reaktionen:

1. Dank

„… und saget allezeit Gott, dem Vater, Dank für alles, in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus …“ (Eph 5,20).

2. Demut

D.h., ich ordne mich Seinem Willen für mein persönliches Leben und Wohlergehen unter. So bekennt zum Beispiel Paulus – „Und damit ich mich der außerordentlichen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Pfahl fürs Fleisch gegeben, ein Engel Satans, dass er mich mit Fäusten schlage, damit ich mich nicht überhebe“ (2 Kor 12,7). Gott ist gut – und was Er für mich tut, ist gut – auch wenn ich es vielleicht nicht sofort erkennen kann.

Gott möchte uns dahin führen, dass wir in schwierigen Situation völlig in Ihm ruhen und in Ihm geborgen sind. Aus dieser Ruhe heraus können wir dann für andere beten und anderen eine praktische Hilfe sein.

Ich bin überzeugt, dass Gott diese Pandemie über die Nationen der Welt gebracht hat. Er will Menschen retten und sie von einem Gott-losen Lebensstil zur Umkehr rufen. Er führt der Menschheit vor Augen, dass sie nichts im Griff hat. Er ruft den Menschen zu: wendet euch MIR zu. In Psalm 107 heißt es dazu:

„25 wenn er sprach und einen Sturmwind erregte, der die Wellen in die Höhe warf,

26 dass sie emporfuhren gen Himmel und hinabfuhren zur Tiefe und ihre Seele vor Angst verging;

27 dass sie wirbelten und schwankten wie Trunkene, und alle ihre Weisheit dahin war.

28 Da schrien sie zum HERRN in ihrer Not, und er führte sie heraus aus ihren Ängsten.(107,25-28)

Wir können beten

  • und bekennen, dass Jesus alles unter Kontrolle hat und bitten, dass Er mit jedem von uns Seine Pläne durchbringt. „Gott ist König der ganzen Erde; … Gott herrscht über die Völker, Gott sitzt auf seinem heiligen Thron“ (Ps 47,8-9).
  • um Gnade für uns, die Gemeinde in dieser Zeit, dass wir auf Jesus hinweise können – mit Worten und unserem Verhalten. „… lasset uns … mit Ausdauer die Rennbahn durchlaufen, welche vor uns liegt, im Aufblick auf Jesus … Achtet auf ihn, …, damit ihr nicht müde werdet und den Mut verliert!“ (Hebr 12,1-3).
  • um Gnade in diesem Gericht über unsere Gottlosigkeit im Land. „O HERR, ich habe die Kunde von dir vernommen, ich bin erschrocken. O HERR, belebe dein Werk inmitten der Jahre! Inmitten der Jahre tue dich kund! Im Zorn sei eingedenk deiner Barmherzigkeit!“ (Hab 3,2).
  • dass Gott in Seiner Gnade alle Entscheidungsträger in Politik, im medizinischen Bereich … leitet, um Menschen und unser Land vor weiterer Zerstörung zu schützen. „Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten“ (Ps 32,8).
  • dass viele Menschen in dieser Situation von Druck, Isolation, Unsicherheit umkehren von eigenen Wegen und sich entscheiden, Gottes Wege zu gehen. „… die irregingen … auf ungebahntem Weg … dass ihre Seele in ihnen verschmachtete. Da schrien sie zum HERRN in ihrer Not, und er rettete sie aus ihren Ängsten und führte sie auf den rechten Weg“ (Ps 107,4-7).

Heinz-Jürgen Heuhsen 01. Februar 2021