Wachen und Beten - Mai 2020

"Du nun, mein Sohn, erstarke in der Gnade, die in Christus Jesus ist … Nimm es auf dich, als treuer Soldat im Dienst von Jesus Christus zusammen mit mir für ihn zu leiden. Niemand, der in den Krieg zieht, kümmert sich noch um seine Alltagsgeschäfte, sondern es geht ihm einzig darum, die Anerkennung seines Befehlshabers zu finden" (2 Tim 2,1.3-4).

"Das Erste und Wichtigste, wozu ich die Gemeinde aufrufe, ist das Gebet, und zwar für alle Menschen. Bringt Bitten und Fürbitten und Dank für sie alle vor Gott! Betet für die Regierenden und für alle, die Gewalt haben, damit wir in Ruhe und Frieden leben können, in Ehrfurcht vor Gott und in Rechtschaffenheit. So ist es gut und gefällt Gott, unserem Retter. Er will, dass alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen und gerettet werden" (1 Tim 2,1-4).

"Sorget um nichts; sondern in allem lasset durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus! Im übrigen, meine Brüder, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was keusch, was liebenswert, was wohllautend, was irgend eine Tugend oder ein Lob ist, dem denket nach; was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, das tut; so wird der Gott des Friedens mit euch sein" (Phil 4,6-9).

Leben aus Gnade  

2 Tim 2,1: ... erstarke in der Gnade, die in Christus Jesus ist. Meine und Deine Stärke kommt aus der Gnade Gottes. Diese Gnade in Jesus hat Gott uns "überrreich" das heißt reichlich, zum Überfließen, überlaufend, in großem Maße (Rö 5,15) uns geschenkt. Welch ein Trost in dieser Zeit. Ich muss nicht aus eigener Stärke leben. Ich muss das nicht aus eigener Kraft „schaffen“.

Leben im Krieg

2 Tim 2,3-4: … als treuer Soldat im Dienst von Jesus Christus. Diese Gnade ist im Überfluss für uns da, damit wir auf dem geistlichen Schlachtfeld in den Kämpfen dieser Welt mit Jesus für Sein Reich fest stehen und einstehen können.

Leben mit Seiner Priorität

1 Tim 2,1: Das Erste und Wichtigste … ist das Gebet. Was für eine Herausforderung für mich, für uns alle: das Wichtigste, was ein Mensch tun kann, soll sein, Worte an einen unsichtbaren Gott zu richten? Das soll das Wichtigste sein – auch für die Gemeinde? – Wenn wir das glauben, sollte die Gemeinde sehr viel Zeit, wenn nicht sogar die meiste Zeit, im Gebet verbringen. Was sagt Gott, wenn Er daraufhin mein Leben, das Leben meiner Gemeinde, überprüft?

Leben im Frieden

Phil 4,6-9: ... der Friede Gottes … wird eure Herzen … bewahren … der Gott des Friedens wird mit euch sein. Lest doch diese Verse immer wieder, und bittet Jesus, dass diese in eurem Herzen und Handeln real werden zu lassen. Der Christus Jesus, der Gesalbte Gottes, hat den Frieden Gottes für uns in dieser Zeit – und Er möchte dein und mein Leben gebrauchen, diesen Seinen Frieden auch für andere erfahrbar zu machen.

Lasst uns beten

1. Für uns persönlich und die Gemeinde
"wozu ich die Gemeinde aufrufe, ist das Gebet" (1 Tim 2,1)

„Religionsführer beten für Ende der Corona-Pandemie

Die Corona-Krise nehmen religiöse Führern aus vier Religionsgemeinschaften zum Anlass, in Jerusalem zusammenzukommen. Sie flehen Gott an, sich zu erbarmen und die Kranken zu heilen … Für die Juden beteten der aschkenasische Oberrabbiner David Lau und der sephardische Oberrabbiner Jitzchak Josef. Die Muslime waren durch die Imame Aqel al-Atrasch und Gamal el-Ubra vertreten. Für die Christen beteten der Patriarch der Orthodoxen Kirche von Jerusalem Theophilos III. sowie der Erzbischof und Apostolische Administrator des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem Pierbattista Pizzaballa. Für die Drusen war der drusische Scheich Hatem Halabi eigens aus der nordisraelischen Stadt Daliat al-Karmel angereist.“

https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2020/04/23/religionsfuehrer-beten-fuer-ende-der-corona-pandemie/?

Beten Juden, Muslime, Christen und Drusen zu demselben Gott? – Die Bibel berichtet, dass Petrus, erfüllt mit Heiligem Geist, sprach:

„… durch den Namen Jesu Christi, des Nazareners … Und es ist in keinem andern das Heil; denn es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in welchem wir sollen gerettet werden!“ (Apg 4,10.12)

Deshalb beten wir,

  • dass Jesus uns zu sich zieht, um Sein Angesicht zu suchen. „Von dir sagt mein Herz, dass du sprichst: ‚Suchet mein Angesicht.‘ Dein Angesicht, o Herr, will ich suchen“ (Psalm 27,8).
  • dass die Gemeinde biblisch betet, das heißt, dass sie ihre Gebete an den Aussagen der Bibel orientiert und überprüft. „Dies ist die Zuversicht, die wir zu ihm haben, dass, wenn wir etwas nach seinem Willen bitten, er uns hört. Und wenn wir wissen, dass er uns hört, um was irgend wir bitten, [so] wissen wir, dass wir die Bitten haben, die wir von ihm erbeten haben“ (1 Joh 5,14-15). „Wer sein Ohr abwendet vom Hören aufs Gesetz, dessen Gebet sogar ist ein Greuel“ (Spr 28,9).
  • dass Gott der Gemeinde Pastoren, Älteste und Leiter schenkt, die mit der Verkündigung der biblischen Wahrheit unerschrocken und mit Kühnheit vorangehen. "Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen, um bei den Tischen zu dienen … Wir aber wollen ganz beim Gebet und beim Dienst des Wortes bleiben" (Apg 6,2.4).

2. Für unsere Regierenden und für alle, die Gewalt haben (1 Tim 2,2)

Wir sind ermutigt durch ein Interview mit Markus Söder, dem Ministerpräsidenten von Bayern, der in einem Interview u.a. folgende Aussagen machte:

„Ich lese jeden Morgen in der Losung. Ich habe die Bibel als Hörbuch. Mein Lieblingsevangelium ist Matthäus. Ich bin dafür, in der Bibel zu lesen, was da steht – und das anzunehmen … Ich habe in meinem Ministerium einen kleinen „Raum der Stille“ eingerichtet. Immer wenn ich vom Büro weggehe zu einer Dienstfahrt, gehe ich da kurz rein – für einen Moment der Besinnung … Für mich hat das Kreuz eine große Bedeutung … Die Schöpfung ist für mich ein Gottesbeweis – irgend jemand muss das gemacht haben … In der Familie glaube ich, dass die Kinder schon von der Bibel und vom Glauben hören sollten; und ich denke, Vorbild sein ist für die Kinder wichtig … Die Tatsache, das jeder Mensch gleich Wert ist, und der Staat die Menschenwürde und die Gleichheit aller vor dem Gesetz schützt, geht auf die Bibel zurück … Es gehört zum Glauben dazu, sich öffentlich dazu zu bekennen.“

https://www.youtube.com/watch?v=-ULAFaKYYkY

Deshalb beten wir,

  • dass Gott Politiker und Verantwortliche stärkt, die mit Demut, Gottesfurcht und Orientierung an biblischen Werten ihre Aufgaben erfüllen. „Der Weisheit Anfang ist die Furcht des Herrn, und den Heiligen erkennen, das ist Verstand“ (Spr 9,10).  
  • für Umkehr von Stolz, Hochmut und Überheblichkeit.

„Der Bundestag beschließt zur Bekämpfung der Corona-Krise und ihrer wirtschaftlichen Folgen eine Rekord-Neuverschuldung. Das Parlament feiert die eigene Entschlossenheit, allen voran Finanzminister Scholz, für den sich nicht weniger als ein Weltbild rundet … Noch nie hat der Deutsche Bundestag so schnell so viel Geld verplant … Fast zufrieden wirkt Scholz, als er nach der Auflistung der zahlreichen teuren Einzelmaßnahmen schließt: „Meine Damen und Herren, wir können uns das leisten!“

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus206788933/Billionen-gegen-Corona-So-etwas-gab-es-im-Bundestag-noch-nie.html

„Vor dem Zusammenbruch wird man stolz, und Hochmut kommt vor dem Fall“ (Spr 16,18).

  • dass unsere Politiker in keinem Bereich gegen den geoffenbarten Willen Gottes in Bezug auf Israel handeln, sondern sich in allen nationalen und internationalen Gremien für Entscheidungen einsetzen, die dem Willen Gottes in Bezug auf Israel entsprechen.

„EU und UN warnen Israel vor Annexion … Die Europäische Union und die Vereinten Nationen haben Israel vor einer Annexion von Teilen des Westjordanlandes gewarnt. ... Die israelische Regierung wies die Warnungen zurück … In dem am Montag unterzeichneten Koalitionsvertrag zwischen den Parteien Likud und Blau-Weiß ist ab Juli eine Knesset-Abstimmung über eine mögliche Annexion von Teilen des Westjordanlandes vorgesehen. US-Außenminister Mike Pompeo hatte daraufhin deutlich gemacht, dass diese Entscheidung ganz bei Israel liege.“ 

https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2020/04/24/eu-und-un-warnen-israel-vor-annexion/?

„... und ich werde sie einpflanzen in dieses Land in Wahrheit, von ganzem Herzen und von ganzer Seele. Denn also spricht der Herr: Wie ich all dieses große Unglück über dieses Volk gebracht habe, also will ich auch alles Gute über sie bringen, das ich über sie geredet habe“ (Jer 32,41b-42). „Denn das Volk und das Königreich, die dir nicht dienen wollen, werden umkommen. Diese Nationen werden völlig vernichtet“ (Jes 60,12).

Politiker aus aller Welt würdigen Konferenz von San Remo

Bei einer virtuell gehaltenen Konferenz betonen viele Politiker die historische Bedeutung der Beschlüsse von San Remo für das Selbstbestimmungsrecht des jüdischen Volkes. Trotz Einladung verzichtet Deutschland auf eine Teilnahme.

Der israelische Premier Benjamin Netanjahu sieht in der Konferenz von San Remo im Jahr 1920 einen 'wegweisenden Moment' des Zionismus. In San Remo hätten die Siegermächte des Ersten Weltkriegs eine 'tiefe Wahrheit' anerkannt: … 'Juden sind keine fremden Kolonialisten im Land unserer Vorväter. Das ist unser angestammtes Heimatland.'…

Der amerikanische Außenminister Mike Pompeo sieht in San Remo ebenfalls eine 'historische Vereinbarung'. Die Welt habe sich damit auf die 'unzertrennliche Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und dem Land Israel' eingelassen. Pompeo hatte im November 2019 erklärt, dass der Siedlungsbau im Westjordanland an sich nicht illegal sei – eine Haltung, die Rechtsexperten wie Eugene Kontorovich mit San Remo als gerechtfertigt ansehen.

Weitere Politiker, die sich an der Konferenz beteiligten, waren der australische Premier Scott Morrison und dessen ungarischer Amtskollege Viktor Orban. Hinzu kommen die beiden früheren Regierungschefs Finnlands und Kanadas, Juha Sipilä und Stephen Harper. Auch der israelische Präsident Reuven Rivlin und sein tschechischer Amtskollege Milos Zeman nahmen teil.

Absage aus Deutschland

Auf Anfrage von Israelnetz zu einer fehlenden deutschen Stimme erklärte der Leiter der 'Europäischen Koalition für Israel', Thomas Sandell, man habe bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier angefragt und eine Absage erhalten. Später habe sich die ECI an die Büros von Bundeskanzlerin Angela Merkel und von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (beide CDU) gewandt, aber keine Reaktion bekommen. Sandell sagte dazu: 'Deutschland war nicht das einzige Land, das sich nicht beteiligte. Aber wir sind überrascht, dass ausgerechnet Deutschland nicht zu den Ländern gehören wollte, die dieses denkwürdige Ereignis feiern.' …“ (Hervorhebungen von IFI-D)

https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2020/04/27/politiker-aus-aller-welt-wuerdigen-konferenz-von-san-remo/?  

  • dass Deutschland eine Regierung bekommt, die Israels Recht auf das Land Israel anerkennt – auch auf Grund bestehender internationaler Verträge wie „San  Remo“

„Die Furcht des Herrn ist: das Böse hassen. Ich verabscheue Überheblichkeit und Hochmut, unrechtes Tun und lügnerisches Reden“ (Spr 8,13).

3. Dass Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen und gerettet werden. (1 Tim 2,4)

Jesus ist auf die Erde gekommen, „um die Verlorenen zu suchen und zu retten“ (Lk 19,10). In unserem Land geschieht es heute, dass gegen einen Pfarrer, der die Wahrheit des Evangeliums predigt, Ermittlungen wegen „Volksverhetzung“ eingeleitet werden.

„Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Bremer Pfarrer wegen Volksverhetzung … ‚Uns liegt eine Strafanzeige vor, wir ermitteln wegen Volksverhetzung‘, bestätigte Bremens Leitender Oberstaatsanwalt Janhenning Kuhn … Anfang April erstattete er selbst Strafanzeige bei der Polizei – unbekannte Täter hatten sein Auto zerkratzt, die Schilder vor der St.-Martini-Kirche beschmiert sowie Kondome und einen Dildo auf dem Gelände der Gemeinde hinterlassen. Auch das war nicht der erste Vorfall dieser Art. Schon mehrfach war die St.-Martini-Gemeinde Ziel von Protestaktionen und Vandalismus, bis hin zum Hacken eines Livestreams eines Gottesdienstes im Internet.“

https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-bremer-pfarrer-wegen-volksverhetzung-_arid,1910101.html

Die sehr klare und vollständige Erklärung des Pfarrers kann hier gehört bzw gelesen werden. Wir bringen aus Platzgründen nur einen Auszug:

„Da unsere Gemeinde und ich als Pastor schon häufiger als homophob diffamiert wurden, möchte ich die Gelegenheit nutzen um unsere biblische Position zur Homosexualität nochmals darzustellen. Alle Menschen, ausnahmslos alle, sind nach der Lehre der Bibel Sünder (Röm 3,23-24). Die Bibel benennt klar Dinge die Sünde sind so z.B. Geldgier, Ehebruch, Neid, Lieblosigkeit, Jähzorn, Rache, Geiz, Trunkenheit oder Unzucht. Diese und zahlreiche andere Dinge werden von mir als Sünde benannt, weil die Bibel diese so deklariert. Auch die Homosexualität wird in der Bibel eindeutig als Sünde gekennzeichnet (3 Mose 18,22, 3 Mose 20,13; Röm 1,26-27). Wir haben in unserer Gemeinde St. Martini homosexuell empfindende Glaubensgeschwister, die selbstverständlich Teil unserer Gemeinschaft sind. Homosexuelle sind in St. Martini, wie jeder andere Mensch, willkommen. Allerdings wird in unserer Gemeinde klar zwischen dem eindeutigen „Ja“ zum Sünder und dem ebenso eindeutigen „Nein“ zur Sünde unterschieden.“

https://www.youtube.com/watch?v=DwfGwGPHjYs

Deshalb beten wir

  • für den betroffenen Pfarrerr Olaf Latzel, seine Familie und die Bremer St.-Martini-Gemeinde um Schutz, Weisheit und Kühnheit in der Verkündigung. „Und nun, Herr, siehe an ihre Drohungen und verleihe deinen Knechten, mit aller Freimütigkeit dein Wort zu reden“ (Apg 4,29).
  • dass Jesus in dieser Zeit der Erschütterung viele zu sich zieht. „Und als er (Jesus)  das Volk sah, jammerte es ihn; denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben. Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende" (Mt 9,36-38).

Heinz-Jürgen Heuhsen, 29. April 2020