Wachen und Beten - Februar 2020

Fürbitte für Deutschland

„Darum nehmt Vernunft an, ihr Könige; lasst euch warnen, ihr Mächtigen der Erde! Unterwerft euch dem HERRN, zittert vor ihm und jubelt ihm zu! Huldigt seinem Sohn! Sonst wird er unwillig und es ist um euch geschehen; denn sein Zorn ist schnell entflammt. Wohl allen, die bei ihm Schutz suchen!“ (Ps 2,10-12).

„Und ich will meine Herrlichkeit unter den Heiden erweisen, dass alle Heiden mein Gericht sehen sollen, das ich gehalten, und meine Hand, welche ich an sie gelegt habe. 22 Und das Haus Israel soll erkennen, dass ich, der Herr, ihr Gott bin, von diesem Tage an und hinfort. 23 Und die Heiden sollen erkennen, dass das Haus Israel wegen seiner Missetat in Gefangenschaft geraten ist, weil sie sich gegen mich vergangen haben, so dass ich mein Angesicht vor ihnen verbarg und sie in die Hand ihrer Feinde gab, so dass sie alle mit dem Schwert erschlagen wurden. 25 Darum spricht Gott, der Herr, also: Jetzt will ich die Gefangenschaft Jakobs wenden und mich des ganzen Hauses Israel erbarmen und für meinen heiligen Namen eifern. 26 Und sie sollen aller ihrer Schmach und ihrer Vergehen, womit sie sich wider mich vergangen haben, vergessen, wenn sie sicher und ungestört in ihrem Lande wohnen, 28 Daran sollen sie erkennen, dass ich, der Herr, ihr Gott bin, weil ich sie unter die Heiden in die Gefangenschaft führen ließ und sie nun wieder in ihr Land versammle und keinen von ihnen mehr dort zurücklasse“ (Hes 39,21-23.25-26.28).

„So spricht der Herr der Heerscharen: Ich eifere für Jerusalem und für Zion mit großem Eifer und bin sehr erzürnt über die gleichgültigen Nationen…“ (Sach 1,14-15a; 8,2)

In Sacharja bezeichnet Gott sich über 50 Mal mit Seinem Namen „Herr der Heerscharen“.

Gott eifert um Sein Volk, weil Er unter und mit ihnen leben will. Die Nationen, die sich gegen Seine Pläne und Seinen Eifer stellen, lehnen sich gegen den „Herrn der Heerscharen“ selbst auf!

Am Montag, den 27.1. 2020, war der diesjährige internationale Holocaustgedenktag – am 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz. Dazu fand in Jerusalem das „5.Welt-Holocaustforum“ statt. Es war das größte diplomatische Ereignis in der Geschichte des Staates Israels, an dem sich fast 50 Leiter aus Nationen der ganzen Welt in Jerusalem versammelten.

Warnung an unsere Regierung

Wir befinden uns in einer Zeit wachsender Leugnung des Holocaust und einer alarmierenden Zunahme des Antisemitismus in der Welt. Erstaunlicherweise erkennen die Führer der Nationen dies an.

Gleichzeitig leben wir in der Zeit der Wiederherstellung Israels. Könnte es sein, dass Gott in seiner Gnade durch diesen Gedenktag noch einmal die Nationen anspricht und sie davor warnt, sich nicht weiter gegen sein Volk, seinen Plan der Wiederherstellung Israels und damit gegen Gott selbst zu stellen?

Am Mittwoch, 29. Januar, hielt der bekannte Holocaust-Gelehrte Professor Yehuda Bauer bei einem festlichen Abendessen für etwa 45 anwesende Staatsoberhäupter die thematische Grundsatzrede für das Welt-Holocaustforum in Jerusalem.

Aus dieser Rede wurde ausführlich in der „Times of Israel“ zitiert. Die m.E. entscheidende Aussage und Warnung an die versammelten Regierungschefs lautete: „Antisemitismus zerstört Ihre Nationen!“

https://www.timesofisrael.com/world-war-ii-was-caused-by-hatred-of-jews-preeminent-holocaust-scholar-says/?

Werden die Nationen die Warnung hören? Gottes Warnungen sind keine leeren Drohungen. Erinnern wir uns an die Verwüstung Deutschlands im Zweiten Weltkrieg!

Wird die deutsche Regierung die Warnung hören?

Der Historiker Michael Wolffsohn hat in einem Artikel in der „Welt“ „die Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier bei einer Holocaust-Gedenkveranstaltung in Jerusalem kritisiert. Der Bundespräsident habe „zu viele große Worte“ gewählt, sagte Wolffsohn der „Passauer Neuen Presse. „Es sind zudem die immergleichen Worte, also deren Inflationierung. Damit werden sie wertlos. Kein Wunder, dass kaum noch jemand zuhört.“

https://www.welt.de/politik/ausland/article205301783/Holocaust-Gedenken-Wolffsohn-kritisiert-Steinmeier-Rede-Wertlose-Worte.html  

Der Journalist Doron Schneider hat in seinem Mail-Rundbrief „Inside Israel“ vom 27. Januar die Kranzniederlegung unseres Bundespräsidenten in folgender Weise kommentiert:

„Wie soll ich das verstehen?

Natürlich ist das ein besonderer Moment, wenn der deutsche Bundespräsident in Jerusalem, der Hauptstadt des jüdischen Volkes, in Yad Vashem einen Kranz für die Opfer des Holocausts niederlegt und eine bewegende Rede mit einem Segen auf Hebräisch beginnt.

Aber irgendwie habe ich Schwierigkeiten zu verstehen, wie man zuvor einen Kranz am Grab eines Terroristen wie Yasser Arafat niederlegen kann und eine Gratulation zum 40. Nationalfeiertag einer Regierung schickt, deren Ziel es ist, das heutige jüdische Volk in Israel zu vernichten und damit einen zweiten Holocaust plant.“

Quelle: Inside Israel/Doron Schneider, Arazim 15, 9070215 Mevasseret Zion, Israel
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Wir müssen beten!

„Darum nehmt Vernunft an, ihr Könige; lasst euch warnen, ihr Mächtigen der Erde! Unterwerft euch dem HERRN, zittert vor ihm und jubelt ihm zu! Huldigt seinem Sohn! Sonst wird er unwillig und es ist um euch geschehen; denn sein Zorn ist schnell entflammt. Wohl allen, die bei ihm Schutz suchen!“ (Ps 2,10-12).

  • dass unsere Regierenden die Warnung hören;
  • dass sie erkennen, dass Gott an der Arbeit ist und
  • dass sie sich nicht mehr den Plänen Gottes in den Weg stellen

„Wer über Menschen herrscht, muss gerecht sein, in der Furcht Gottes herrschen“ (wörtl. in der NKJV: He who rules over men must be just, ruling in the fear of God.) (2 Sam 23,3-4).

  • dass das Handeln unserer Politiker von der Furcht Gottes bestimmt wird.

„Wahrhaftiger Mund besteht immerdar; aber die falsche Zunge besteht nicht lange“ (Spr 12,19).

  • für Politiker und Personen in Autorität, dass sie die Wahrheit deutlich aussprechen und dann in ihrem Amt/Aufgabenbereich entsprechend handeln. 

„Zu jener Zeit wird der Herr zum zweitenmal seine Hand ausstrecken, um den Rest seines Volkes loszukaufen, der übriggeblieben ist in Assyrien, Ägypten, Patros, Äthiopien, Elam, Sinear, in Chamat und den Inseln des Meeres. Und er wird den Nationen ein Panier aufstecken und die Verjagten Israels sammeln und die Zerstreuten Judas von den vier Enden der Erde zusammenbringen“ (Jes 11,11-12)

  • dass die Regierenden alles tun, was es Juden, die in Deutschland leben, erleichtert in ihre Heimat zu ziehen, z.B. alle Unterstützung, die sie hier bekommen, auch in Israel zu zahlen.

Weckruf an die Gemeinde in Deutschland

Wir müssen beten!

„Errette, die zum Tode geschleppt werden, und die zur Schlachtbank wanken, halte zurück!“ (Spr 24,11).

  • dass die Gemeinde wach wird und erkennt: wir sind zur Zeit Hitlers nicht gegen die Verfolgung und Vernichtung der Juden aufgestanden, wie es gemäß dieses Bibelverses richtig gewesen wäre. Es ist jetzt die Zeit, den Fehler nicht zu wiederholen, indem wir die Rückführung der Juden nach Israel behindern und wieder die Gefahr besteht, dass sie im Exil umkommen.

„Ich habe von Anfang an verkündigt, was hernach kommen soll, und vorzeiten, was noch nicht geschehen ist. Ich sage: Was ich beschlossen habe, geschieht, und alles, was ich mir vorgenommen habe, das tue ich“ (Jes 46,10).

  • dass sie sich an den Aussagen der Bibel in Bezug auf die Wiederherstellung Israels in unseren Tagen orientiert und entsprechend handelt.

"... die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit" (1 Tim 3,15).

  • dass die Gemeinde die Bibel wieder als Wort Gottes ehrt und lehrt.
  • dass sie es bekennt und lebt. Die Berufung der Gemeinde ist es, der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit zu sein – gerade in Bezug auf die biblischen Aussagen zum Volk Israel. 

"Des Abends sprecht ihr: Es wird ein schöner Tag werden, denn der Himmel ist rot. Und des Morgens sprecht ihr: Es wird heute ein Unwetter kommen, denn der Himmel ist rot und trübe. Über das Aussehen des Himmels könnt ihr urteilen; könnt ihr dann nicht auch über die Zeichen der Zeit urteilen?" (Mt 16,2-3).

  • dass die Gemeinde die Zeichen der Zeit erkennt und entsprechend handelt.

„Er sprach zu ihnen: Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein für alle Nationen“ (Mk 11,17; auch Mt 21,13; Lk 19,46)

  • dass sie ihren Auftragung zum Gebet ergreift.

„Daran sollen sie erkennen, dass ich, der Herr, ihr Gott bin, weil ich sie unter die Heiden in die Gefangenschaft führen ließ und sie nun wieder in ihr Land versammle und keinen von ihnen mehr dort zurücklasse“ (Hes 39,28).

  • dass sie dringend dafür betet, dass Gott sein Volk, die Juden, aus dem Exil in sein Land holt, und dass dazu auch alle Juden gehören, die in Deutschland leben. Auch hier gilt es, den Plan Gottes und die Zeichen der Zeit zu erkennen und im Gebet voran zu bringen.

„O Jerusalem, ich habe Wächter auf deine Mauern bestellt, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nimmer stille schweigen sollen! Die ihr den Herrn erinnern sollt, gönnt euch keine Ruhe! 7 Und lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem herstellt und bis er es zu einem Ruhm auf Erden setzt!“ (Jes 62,6-7).

  • dass sie mit Ausdauer für die Wiederherstellung Israels betet.

"Die auf Ihn sehen, werden strahlen vor Freude, 
und ihr Angesicht soll nicht schamrot werden." 
(Psalm 34,6)

Heinz-Jürgen Heuhsen, 01. Februar 2020

Wir von IFI-D befinden uns in engem und regelmäßigem Austausch mit Ofer Amitai. Anregungen aus diesem Austausch gehen auch in diese Veröffentlichung mit ein. Ofer Amitai ist Pastor einer Gemeinde in Jerusalem und leitet das Israel Prayer Center. Dessen wöchentliche „prayer directions“ (englischsprachig) sind hier einzusehen. https://www.israelprayercenter.org/weekly-prayer-intercession